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	<title>result blog &#187; Social Web</title>
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		<title>„Follower-Power“ – Das Phänomen der Solidargemeinschaft</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/08/31/%e2%80%9efollower-power%e2%80%9c-%e2%80%93-das-phanomen-der-solidargemeinschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 10:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Followe-Power]]></category>
		<category><![CDATA[Follower]]></category>
		<category><![CDATA[Solidargemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man auf Twitter unterwegs ist, begegnet man häufiger einmal der sogenannten „Follower-Power“. Das bedeutet, jemand stellt eine  Frage oder initiiert/unterstützt eine Aktion und bittet die Follower-Gemeinschaft um Mithilfe.
In der Regel scheint dies sehr gut zu funktionieren. Zumindest ist oftmals schon bald eine Erfolgsmeldung auf Twitter zu lesen. Man hat die Antwort erhalten, die Aktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man auf Twitter unterwegs ist, begegnet man häufiger einmal der sogenannten „Follower-Power“. Das bedeutet, jemand stellt eine  Frage oder initiiert/unterstützt eine Aktion und bittet die Follower-Gemeinschaft um Mithilfe.</p>
<p>In der Regel scheint dies sehr gut zu funktionieren. Zumindest ist oftmals schon bald eine Erfolgsmeldung auf Twitter zu lesen. Man hat die Antwort erhalten, die Aktion ist abgeschlossen oder ähnliches. Ich finde es interessant, einmal zu überlegen, wie ein solches Phänomen funktioniert.<span id="more-963"></span></p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/Twitter-Wal.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-966" title="Twitter-Wal" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/Twitter-Wal-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>In der Regel ist es so, dass die Follower auf Twitter nicht ausschließlich aus dem eigenen Bekanntenkreis stammen. Anders als bei Facebook ist Twitter offener, man folgt häufiger Menschen, zu denen man persönlich keinen Bezug hat. Dennoch gibt es einen Anknüpfungspunkt, gerade diese Menschen auszuwählen. In der Regel ist das deren Kompetenz oder Unterhaltungswert. Mit anderen Worten: Auf Twitter folgt man den Menschen, die man respektiert oder die man sogar bewundert.</p>
<p>Das Medium Twitter macht es möglich, mich diesen Menschen ein wenig näher zu fühlen, Einblick in ihre Gefühle und Gedanken zu erhalten und sogar mit Ihnen in den Dialog zu treten. Dies führt nach einiger Zeit zu dem Empfinden, dass man die Nachrichten von „guten alten Bekannten“ liest. (Ein Phänomen, das sich beim Lesen einer Tageszeitung deutlich seltener einstellt.) s. auch einsam in virtuellen Netzen.</p>
<p>Wenn nun ein Aufruf „Follower-Power“ fordert, dann fühlt man sich in vielerlei Hinsicht angesprochen:</p>
<ol>
<li> Man möchte die (neuen) Bekannten nicht enttäuschen.</li>
<li>Man fühlt sich als Teil eines „auserwählten“ Kreises, den man unterstützen möchte</li>
<li>Die „Twitter-Kollegen“ stellen letztlich eine Solidargemeinschaft dar, mit ihnen verbindet man gleiche Ansichten und ein gemeinsames Lebensgefühl.</li>
<li>Intuitiv versteht jeder „Social-Media-Nutzer“, dass das System aus einem Geben und Nehmen heraus funktioniert und man dies unterstützen sollte.</li>
</ol>
<p>Durch diese Aspekte fühlt sich der „Twitterer“ motiviert, eine „Follower-Power“-Kampagne zu unterstützen. Das klappt – so mein Eindruck – fast immer. Bleibt die Frage, wann Unternehmen dieses Phänomen entdecken und für sich nutzbar machen wollen&#8230;</p>
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		<title>Einsam in virtuellen Netzen?</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/08/11/einsam-in-virtuellen-netzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 10:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Netze]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ändern die neuen Medien im Vergleich zu den traditionellen? Welcher Umbruch in der Kommunikation vollzieht sich gerade?
Dazu ließe sich vieles schreiben. Mir erscheint derzeit die soziale Dimension sehr interessant: Vergrößern wir unsere sozialen Netze tatsächlich virtuell? Und steigt damit auch insgesamt unsere soziale Fähigkeit und unser Grad an Kommunikation?
Wirft man einen unsystematischen Blick auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ändern die neuen Medien im Vergleich zu den traditionellen? Welcher Umbruch in der Kommunikation vollzieht sich gerade?</p>
<p>Dazu ließe sich vieles schreiben. Mir erscheint derzeit die soziale Dimension sehr interessant: Vergrößern wir unsere sozialen Netze tatsächlich virtuell? Und steigt damit auch insgesamt unsere soziale Fähigkeit und unser Grad an Kommunikation?<span id="more-893"></span></p>
<p>Wirft man einen unsystematischen Blick auf die Nutzer, dann fällt einiges auf, dass spannenden Stoff für Studien gäbe. Hier seien einmal einige Thesen aufgelistet.</p>
<p><strong>1.	Wenn ich mich meinen virtuellen Netzen zuwende, kehre ich mich meinen realen Kontakten den Rücken.</strong><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1193075_monthly_fees_2.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-895 alignright" title="1193075_monthly_fees_2" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1193075_monthly_fees_2.jpg" alt="" width="160" height="160" /></a></p>
<p>Diese These bezieht sich zunächst einmal auf die Nutzungssituation. Um in sozialen Netzwerken aktiv zu sein, ist es notwendig, sich einem Bildschirm zuzuwenden. Damit wende ich mich notgedrungen von realen anwesenden Personen (Familie/Freunde) ab. Während man vor dem Fernsehen nebeneinander sitzend Gemeinsames erlebt und das Radio am Kaffeetisch im Hintergrund läuft, verlangt die Nutzung des Netzes ein „entweder oder“. Ich kann nicht zeitgleich twittern und reden. Der real an meiner Seite befindliche Mitmensch hat in der Regel nicht teil an meinem Austausch. Daran ändert auch mobiles Web nur wenig, denn ich schaue immer noch isoliert auf meine Tweets/Nachrichten.</p>
<p><strong>2.	Virtuelle Kommunikation ist begrenzter als reale Kommunikation.</strong></p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1165447_blog_2.jpg"><img class="size-full wp-image-894 alignleft" title="1165447_blog_2" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1165447_blog_2.jpg" alt="" width="207" height="150" /></a>Da ich in der Regel virtuell über Text kommuniziere, fehlen mir die Möglichkeiten der übrigen Kommunikationskanäle wie nonverbale Gesten, Unterstreichung durch Mimik etc. Das ist auch am Telefon so und von daher nichts Neues. Aber es geht darüber hinaus auch die Stimme und ein Hören von Reaktionen verloren. Damit reduziert sich der Dialog auf ein Mindestmaß an möglichen Ausdrucksmitteln. Dazu kommt die Begrenztheit der Menge durch die Verschriftlichung des gesprochenen Wortes. Twitter ist hier ein Paradebeispiel, da nur 140 Zeichen möglich sind. Aber auch die offene Länge hilft nicht weiter, da man nicht unbegrenzt tippen kann und möchte. Man ist sich bewusst, dass das Gegenüber auf eine Antwort wartet und diese erst erhält, wenn man selbst auf „senden“ drückt.</p>
<p><strong>3.	Soziale Netze sind Märkte und ich schreie nicht alles auf dem Marktplatz heraus.</strong></p>
<p>Ein Großteil der Netzkommunikation ist nicht dialogisch, sondern wendet sich an eine Gruppe bzw. ist sogar ganz und gar öffentlich. Sie ist außerdem bleibend, da schriftlich. Dies hat zur Folge, dass „Netzgespräche“ deutlich weniger offen, privat und oft auch emotional gedämpft sind. Das Netz wird oft mit einem Marktplatz verbunden und dieses Bild stimmt auch hier: Ich erzähle nicht die „Sofageschichten“, sondern die „Bus“- oder „Marktplatzgeschichten“. Also das, was Zuhörer verträgt und mich nicht blöde aussehen lässt.</p>
<p><strong>4.	Virtuelle Kontakte sind immer ein Verlust gegenüber einem realen Gespräch.</strong></p>
<p>Fasst man die oben genannten Erkenntnisse zusammen, ergibt sich, dass ein Dialog mit meinen Freunden im Netz immer blasser, eindimensionaler und oberflächlicher bleibt als ein reales Gespräch. Dies ist per se nicht schlimm, wird aber fatal, wenn man den Aspekt der Bequemlichkeit (gerade bei Teens) hinzunimmt: Es ist deutlich einfacher zu chatten anstatt sich zu treffen. Ist also der virtuelle Austausch die Leitform des Dialoges bei den digital natives, so wird die Reduziertheit zum Standard. Das könnte durchaus bedenklich stimmen.</p>
<p><strong>5.	Viele Freunde im Netz kennt man nicht.</strong><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/922004_-team_ii-.jpg"><img class="size-full wp-image-896 alignright" title="922004_-team_ii-" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/922004_-team_ii-.jpg" alt="" width="204" height="156" /></a></p>
<p>Zwar schildern uns junge Menschen, dass sie sich „nur mit Menschen vernetzen, die sie kennen“. Dies ist aber relativ. Mit der Zeit wächst meist ein Netzwerk heran, dass nicht ausschließlich aus realen Bekanntschaften besteht. Gerade bei Twitter ist oftmals der überwiegende Teil der Follower nicht persönlich bekannt. So ist man von einem Kreis von Menschen umgeben, die man nicht kennt, denen man sich aber dennoch verbunden fühlt. Das ist komplett neu. Während man früher beispielsweise in einem Verein Menschen nach und nach kennenlernte, hat man bei Facebook und Twitter oft über lange Zeit Freunde, die man nicht kennt. Diesen „Freunden“ fühle ich mich dennoch verpflichtet. Sie haben einen Stellenwert, der sogar oftmals zu einer Herab-Priorisierung des realen Umfeldes (z.B. der eigenen Familie) führt. Einerseits ist dieses virtuelle, lose Beziehungsgeflecht in jedem Fall eine Bereicherung des realen Bekanntenkreises. Man muss sich aber bewusst machen, wie belastbar diese Beziehungen eigentlich sind.</p>
<p><strong>6.	Das Reden im Netz ist einfach und verführerisch.</strong></p>
<p>Der Stellenwert gerade der „unbekannten Freunde“ steigt dadurch, dass das Reden im Netz so eindimensional ist wie eben beschrieben. Ich muss mich nicht komplett einbringen, ich kann eine lockere Distanz halten, kann Gespräche oberflächlich unterhaltsam führen und mich im Zweifel irgendwann aus einem Dialog abmelden. Lügen ist leichter im Netz als im realen Dialog. Entfolgen ist leichter als „verstoßen“. Nur die besten Seiten von sich zeigen fällt virtuell ebenfalls leichter als real&#8230; Dies führt dazu, dass der virtuelle Dialog gerade mit Menschen, die nur meine Netzidentität kennen, gegenüber dem realen Austausch mit Freunden an Faszination gewinnt und eventuell irgendwann vorgezogen wird.</p>
<p><strong>7.	Das Netz macht einsam.</strong><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1160059_alone_ghost.jpg"><img class="size-full wp-image-897 alignleft" title="1160059_alone_ghost" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/1160059_alone_ghost.jpg" alt="" width="134" height="203" /></a></p>
<p>Dies ist sicher eine gefährlich zugespitzte These. Aber eines ist sicher: Meine alten Bekannten bei „stay friends“, meine Twitter-Follower und auch meine weltweiten Facebook-Freunde werden nicht ernsthaft da sein, wenn ich sie brauche. Sicher gibt es im Netz Solidargemeinschaften. Sicher verlängern sich ins Netz auch echte Freundschaften. Aber ein Gros der Beziehungen sind „Schön-Wetter-Beziehungen“. Sie sind flüchtig und flüchten, wenn man selbst Unterstützung braucht. Konzentriert sich also ein Webnutzer auf diese Art der Beziehungen, sonnt er sich in seiner erfolgreichen Netzidentität, verwendet er viel Zeit auf das virtuelle Beisammensein, dann bedeutet dies, das die realen Bezüge zu kurz kommen. Man wird einsam.</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong></p>
<p>Ich habe diesen Beitrag vor Veröffentlichung dem Kollegenkreis gezeigt und aus dem Team gab es deutliches Feedback. Meine Sichtweise entspräche der typisch kulturpessimistisch-kritlerischen Sicht. Die Chancen, die das Netz und Vernetzung bieten, seien nicht erwähnt und kämen nicht zur Geltung. Außerdem könne man meiner in manchen Augen sehr negativen Sicht nicht folgen.</p>
<p>Ich habe den Beitrag daraufhin liegengelassen und wollte ihn eigentlich abmildern. Doch nach aktuellem Wieder-Lesen habe ich mich für die Veröffentlichung entschieden. Ich finde, es ist Aufgabe der Medienpädagogen und Medienforscher die Grenzbereiche auszuloten und mögliche Folge- und Nebenwirkungen von neuem Mediennutzungsverhalten zu analysieren. Die oben beschriebene „virtuelle Einsamkeit“ ist für mich eine solche Folgewirkung.</p>
<p>Natürlich gibt es auch andere, auch positive. Aber das spreche ich auch nicht ab. Sie werden sicherlich ihren Niederschlag in anderen Beiträgen dieses Blogs finden bzw. sind dort schon gelandet…</p>
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		<title>Social Media Plugins und Google Analytics rechtssicherer einbinden</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/07/23/social-media-plugins-und-google-analytics-rechtssicherer-einbinden/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 14:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bracht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google analytics]]></category>
		<category><![CDATA[§ 13 (1) TMG]]></category>

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		<description><![CDATA[Social Media Anwendungen erfreuen sich zusehends starker Beliebtheit bei Webseitenbetreibern. Nie war es einfacher, sich mit seinen Besuchern zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Unter den Topfavoriten der Netzwerke residiert die Social Media Plattform Facebook.

Doch wie steht es um den Datenschutz in diesem Zusammenhang? Schon in der Vergangenheit wurde oft bemängelt, dass Facebook es damit nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Social Media Anwendungen erfreuen sich zusehends starker Beliebtheit bei Webseitenbetreibern. Nie war es einfacher, sich mit seinen Besuchern zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Unter den Topfavoriten der Netzwerke residiert die Social Media Plattform <a href="http://www.facebook.com/3CDIALOG" target="_blank">Facebook.</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/3CDIALOG" target="_blank"></a><span id="more-786"></span><br />
Doch wie steht es um den Datenschutz in diesem Zusammenhang? Schon in der Vergangenheit wurde oft <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,687726,00.html" target="_blank">bemängelt</a>, dass Facebook es damit nicht all zu genau nehme. Somit ist es ratsam, den eigenen Webauftritt auf Rechtssicherheit zu überprüfen. Dabei ist vor allem <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__13.html" target="_blank">§13 (1) TMG</a> zu beachten. Hier heißt es, dass „ein Diensteanbieter den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten […] in allgemein verständlicher Form zu unterrichten [hat]“.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/Datenschutz-Facebook.jpg"><img class="size-medium wp-image-790 alignleft" title="Datenschutz-Facebook" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/Datenschutz-Facebook-300x225.jpg" alt="" width="248" height="186" /></a>Bindet ein Webseitenbetreiber ein Social Media Plugin wie beispielsweise den „Like that“ Button von Facebook auf seine Seite ein, so ist hierdurch ein Datenaustausch eingeleitet worden. Auch wenn sich der Webseitenbetreiber in seltenen Fällen für diesen Datenaustausch interessiert, so hat er ihn jedoch initiiert und ist dafür verantwortlich. Laut geltendem Recht muss man also einen Datenschutzhinweis für den Nutzer der Webseite geben, um rechtssicherer entsprechende Plugins einzusetzen. Ein gutes Beispiel ist hierfür bei <a href="http://www.3c-dialog.de/3c-dialog-impressum" target="_blank">3C DIALOG</a> zu finden, die auf ihrer Webpräsenz Social Media Verknüpfungsmöglichkeiten anbieten. Dank an dieser Stelle an<a href="http://www.hotel-newsroom.de/facebook/facebook-social-plugins-benotigen-einen-datenschutzhinweis/" target="_blank"> Thomas Hendele durch dessen Blogbeitrag</a> wir auf diese Thematik aufmerksam geworden sind.</p>
<p><em>(Bildquelle: www.n24.de)</em></p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/Datenschutz-google-analytics.jpg"><img class="size-full wp-image-792 alignright" title="Datenschutz-google-analytics" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/Datenschutz-google-analytics.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>In diesem Zusammenhang steht Google Analytics auch auf dem Prüfstand. Laut <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/material/tb/tb31/kap07.htm" target="_blank">datenschutzzentrum.de</a> ist „die Nutzung des kostenlosen Google Analytics Services durch Webseitenanbieter unzulässig“. Dieses Urteil ergibt sich aus der Tatsache, dass die IP-Adresse eines Webseitenbesuchers von Googles Analyseprogramm gespeichert und zwecks weiterer Verarbeitung gespeichert wird, was gegen geltendes Datenschutzrecht verstößt. Da die Result GmbH Datenschutz sehr ernst nimmt und dies auch seinen Kunden zu Gute kommen lässt bietet sich die rechtssichere Lösung an, im Google Analytics Code die IP-Adressen der Nutzer zu verschlüsseln. Dies ist durch Modifizierung des Codes schnell und sicher möglich.</p>
<p>(Bildquelle: http://blog.icompetence.de/)</p>
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		</item>
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		<title>User Generated Content: Der Stoff, aus dem man großes Fernsehen machen kann</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Ali Samadi Ahadi]]></category>
		<category><![CDATA[arte]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie erzählt man über Menschen, mit denen man nicht reden darf? Wie berichtet man über Elend, wenn man die Kamera nicht ins Land bringen kann? In der Vergangenheit oftmals gar nicht. Oder aber über mündliche Augenzeugenberichte, denen man nicht trauen konnte. Oder durch eingeschmuggeltes Filmmaterial dubioser Herkunft.
Heute gibt es andere Wege und der Filmemacher Ali [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie erzählt man über Menschen, mit denen man nicht reden darf? Wie berichtet man über Elend, wenn man die Kamera nicht ins Land bringen kann? In der Vergangenheit oftmals gar nicht. Oder aber über mündliche Augenzeugenberichte, denen man nicht trauen konnte. Oder durch eingeschmuggeltes Filmmaterial dubioser Herkunft.<span id="more-690"></span></p>
<p>Heute gibt es andere Wege und der Filmemacher Ali Samadi Ahadi hat einen sehr interessanten Zugang gefunden: Er analysierte umfassend die Berichte, Bilder, Einträge und Erzählungen im Netz zum Thema Iran Wahl 2009.</p>
<p>Iran: Elections 2009</p>
<p><object id="playerArte" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="src" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?admin=false&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Firan%5Felections%5F2009%5Fausschnitt%5F%2D3285130%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;embed=true" /><param name="name" value="playerArte" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="playerArte" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="255" src="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?admin=false&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Firan%5Felections%5F2009%5Fausschnitt%5F%2D3285130%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;embed=true" name="playerArte" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>An sehr persönlichen Biographien, mit Videomaterial auf YouTube und ergänzt durch einige Interviews mit Exilanten ließ sich so ein umfassendes Bild der damaligen Studentenbewegungen und ihrer brutalen Niederschlagung zeichnen. Ein Bild, das durch offizielle Recherchemöglichkeiten nicht so detailliert gewesen wäre.</p>
<p>Alle Informationen unter: <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Iran/3257630.html" target="_blank">http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Iran/3257630.html</a></p>
<p>Für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich etablierte Medien, Netzjournalismus und Bürgerengagement ergänzen können. Um Neues und Kreatives hervorzubringen, dass früher in der Form nicht möglich war.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Markenführung vor dem Hintergrund des Social Web</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/06/21/markenfuhrung-vor-dem-hintergrund-des-social-web/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 14:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Busse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[brand]]></category>
		<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[markenführung]]></category>
		<category><![CDATA[User-Generated-Content]]></category>

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		<description><![CDATA[So wie der Autor dieses Artikels selbstverständlich in seiner Kommunikation darauf achtet, die Vokabel „Social Web“ und nicht „Web 2.0“ zu benutzen, weil er (dem Mainstream folgend) nur jene Codes verwenden will, die ihn als orientierten Zeitgenossen ausweisen, so muss auch jede Marke sich im Hinblick auf den Zeitgeist „verhalten“. Um dieses Verhalten geht es.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So wie der Autor dieses Artikels selbstverständlich in seiner Kommunikation darauf achtet, die Vokabel „Social Web“ und nicht „Web 2.0“ zu benutzen, weil er (dem Mainstream folgend) nur jene Codes verwenden will, die ihn als orientierten Zeitgenossen ausweisen, so muss auch jede Marke sich im Hinblick auf den Zeitgeist „verhalten“. Um dieses Verhalten geht es.<span id="more-668"></span></p>
<p>Die aus der Theorie des Framings hergeleiteten Erkenntnisse zur Markenführung betonen bekanntlich den Anpassungsbedarf der Marken an ein Bezugssystem (Frame). Verändert sich dieses Bezugssystem, dann unterliegt die <a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/frau_rahmen.jpg"><img class="size-full wp-image-687 alignright" title="frau_rahmen" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/frau_rahmen.jpg" alt="" width="104" height="138" /></a>Marke der Gefahr, mit ihren etablierten Markenframes zunehmend missverstanden zu werden  oder nicht mehr hinreichend überzeugend aufzutreten (vgl. Niepmann, „Framing von Marken- und Markenführung“, in: Koschnick, „Der Stand der Werbewirkungsforschung“). Beispiele sind immer brisant.<br />
Dennoch könnte man z.B. zwischen <em>Underberg </em>und <em>Jägermeister </em>deutliche Unterschiede in ihrem Bemühen identifizieren, den Markenwert „Tradition“ in aktuelle Kontexte zu setzen und mit klaren und wirksamen Codes zu arbeiten.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="257" height="206" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/c2BaKuS9Vdk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="257" height="206" src="http://www.youtube.com/v/c2BaKuS9Vdk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Dass mit dem Social Web maßgebliche Veränderungen des Rahmens einher gehen, in welchem Marken verstanden, bewertet und genutzt werden, ist für jedermann ersichtlich. Triviales Bsp.: Verfügt eine Marke über eine Online-Brand-Community, so hinterlässt sie im Web viel leichter auffindbare Spuren als in der Offline-Welt. Sie nährt die Marke und verleiht ihr Reputation. (Dass aus Brand-Communitys gelegentlich veritable Steuerungsprobleme für den Brandmanager erwachsen, steht auf einem anderen Blatt).</p>
<p>Weniger trivial erscheinen hingegen durch das Mitmach-Web vollzogene Umdeutungen sowie Auf- und Abwertungen einzelner Werte und Tugenden. Bestes Beispiel: Transparenz. Die Anforderungen an die Transparenz von Marken sind durch Social Media grundsätzlich merklich gestiegen. Marken können sich diesem Zwang jedoch nicht so einfach unterwerfen. Ein Teil der Kraft und der Verheißung einzelner Marken liegt in ihrer Starrheit, in einem unveränderlichen Bekenntnis, in einer vielleicht trotzenden Beharrlichkeit. Damit geht auch ein präzise zu definierendes Maß an Verschlossenheit einher. Ein plumpes und jähes „in den Wind drehen“ können wohl definierte Markenwerte und -welten nicht einfach vollführen. Transparenz stellt also eine hoch komplexe Herausforderung für die Markenführung 2.0 dar.</p>
<p>Ganz gleich, ob man die Formel „Märkte werden Gespräche“ oder „Marken werden Gespräche“ aufgreifen mag, die beide durch das Social Web ins Leben gerufen wurden; mit dieser Sichtweise ist viel mehr verbunden, als nur die Notwendigkeit zur Dialogkompetenz einer Marke. Der Marke geht ein Teil ihrer Signalwirkung, ihrer Fähigkeit zum Stiften von Orientierung verloren (vgl. <a href="http://www.slideshare.net/SFStrategy/scholz-friends-topic-tracker-presentation?src=related_normal&amp;rel=299902" target="_blank">Scholz &amp; Friends Topic Tracker: Digital Pearl Fishing</a>). Was bedeutet es im Jahre 2010, dass „Electrolux“ in mir diese oder jene Markenvorstellung hervorruft? Die Antwort lautet zwar keinesfalls „nichts“, aber wie auch immer das Ergebnis ausfallen mag, Online-Forum X wird maßgeblichen Einfluss auf meine Kaufentscheidung haben – spätestens dann, wenn Forum Y das in X gelernte nochmals rückbestätigt. Denn, ganz ohne kurz mal zu googlen gehen wir doch Technik längst nicht mehr einkaufen, oder? Man will sich doch schließlich hinterher keine Vorwürfe machen&#8230;<br />
User-Generated-Content entwertet somit teilweise die Funktion jenes zentralen Basiswerts, den eine starke Marke im Prozess ihrer Durchsetzung sukzessive aufgebaut hat: Vertrauen. Je mehr Informationen ich habe, desto weniger Vertrauen ist erforderlich. Zeitgemäße Markenführung muss hierauf reagieren.</p>
<p>Die eingangs beschriebene Transparenz könnte ein Weg aus diesem Dilemma sein: Eine Marke, die mehr Transparenz schafft, als man es ihr zugetraut hat, kann große Erfolge realisieren. Das Ergebnis der laut BVM derzeit besten Marktforschungsstudie (Glückwunsch an L’TUR und Vocatus) deutet ebenfalls in diese Richtung. Zitat: <em>„So wurde aus der paradoxen Idee, potenziellen Kunden auch Konkurrenzpreise zu nennen, mittels fundierter Forschung eine Preisinnovation mit durchschlagendem Erfolg.“</em></p>
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<h1 class="h-slideshow-title">Scholz &amp; Friends Topic Tracker: Digital Pearl Fishing</h1>
</div>
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		<title>Forschung im Netz &#8211; Netnographie und Web-Monitoring</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/06/16/forschung-im-netz-netnographie-und-web-monitoring/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 14:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus M. Janowitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Communities]]></category>
		<category><![CDATA[nethnographie]]></category>
		<category><![CDATA[twittwoch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von Klaus Janowitz bei uns veröffentlichen zu dürfen!
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.
Die Kommunikation im Netz ist von einem eher randständigen, als virtuell angesehenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von <a href="http://www.klaus-janowitz.de" target="_blank">Klaus Janowitz</a> bei uns veröffentlichen zu dürfen!<br />
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.</em></p>
<p>Die Kommunikation im Netz ist von einem eher randständigen, als virtuell angesehenen Phänomen, zu einem oftmals entscheidenden Faktor der Meinungsbildung und Vergemeinschaftung herangewachsen &#8211; mit allen damit verbundenen kulturellen, wirtschaftlichen und auch politischen Konsequenzen.<span id="more-631"></span><br />
Sie ist vielfältig verflochten mit der Offline-Welt und Gegenstand der Forschungsinteressen von Markt- und Sozialforschung.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-652" title="nethnographie" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie3.jpg" alt="" width="349" height="231" /></a> Netnographie bzw. engl. Netnography (zusammengesetzt aus InterNet und EthNographie) ist eine an das Internet angepasste Form <a href="http://www.result.de/spotlight/ethno-research/" target="_blank">ethnographischer (Feld-)Forschung</a>, die sich Online-Communities und -Kulturen widmet. Es ist naheliegend, die ursprünglich aus der Ethnologie stammenden, später auf Subkulturen der eigenen Gesellschaft angewandten Methoden der Ethnographie auch auf Kulturen und Gemeinschaften im Netz anzupassen &#8211; so wurde schon lange vor dem Social Web mit unabhängig voneinander entwickelten Konzepten und unter verschiedenen Bezeichnungen zu Online-Communities geforscht.</p>
<p>Häufig waren Fan-Communities das Feld der Forschung, zählten solche doch zu den ersten, die die Möglichkeiten des Internets zu geographisch weitgehend unabhängiger Vergemeinschaftung  nutzten. Online-Fan-Communities entstanden früh zu Popkulturen und Sportclubs, zu TV-Serien, aber auch zu Marken und Konsumstilen, als sogenannten Brand-Communities.</p>
<p>Standards zur von ihm zuerst so bezeichneten Netnographie wurden von dem kanadischen Kulturanthropologen und Marketer Rob Kozinets entwickelt und definiert: Richtlinien zur Vorgehensweise bei Recherche und Auswahl, zu Analyse und Interpretation und zur Forschungsethik. Netnographie bezieht eine Vielzahl einzelner Forschungstechniken ein und wendet sie pragmatisch an, beruht im wesentlichen aber auf beobachtender Forschung im Online-Feld.<br />
Grundlegend für die Netnographie, ebenso wie der Ethnographie, ist die Forschung im natural setting &#8211; d.h., in einer von Forschungsabsichten unbeeinflussten Umgebung. Ziel ist es, eine andere Kultur &#8211; und das ist auch die des Konsumenten aus der Sicht des Produzenten &#8211; und ihren sozialen Kontext zu verstehen. <a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie21.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-654" title="nethnographie2" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie21.jpg" alt="" width="305" height="231" /></a><br />
Anwendung findet Netnographie in sehr unterschiedlichen Feldern, mit Schwerpunkten in der Markt- und Konsumforschung. Eine besondere Form der Nutzung des partizipativen Potenzials ist Produktinnovation mit Co-Creation, bei der Konsumenten in die Produktentwicklung einbezogen werden.</p>
<p>Zu unterscheiden ist Netnographie von zwei Ansätzen, mit denen sie in der Praxis oft verbunden ist: Market Research Online Communities (MROCs) und <a href="http://www.result.de/leistungen/result-web-monitor/" target="_blank">Web-Monitoring</a>.<br />
MROCs sind zu Marktforschungszwecken angelegte, gemanagete Communities. Man kann sie als übergroße Online-Focusgruppen verstehen, die das Netz als technische Infrastruktur nutzen, nicht aber die Kommunikation im Netz selber zum Gegenstand haben. Derzeit erleben MROCs einen Boom und werden von vielen Marktforschungsdienstleistern angeboten. Als sogenannte Panel-Communities nutzen sie bestehende Adresspools aus Online-Panels für die qualitative Forschung. In anderen Fällen kommen Customer-Feedback-Communities den Forschungsfeldern der Netnographie nahe. Aktivität und Engagement der Beteiligten sind stark abhängig von der Bindung an das jeweilige Unternehmen bzw. Organisation.</p>
<p>Web-Monitoring entstammt zunächst einem Controlling der Internetkommunikation, nachdem es Unternehmen wichtig erschien, ihre Reputation im Netz zu beobachten.<br />
Web-Monitoring erfasst systematisch und softwaregestützt die Kommunikation im Internet zu definierten Begriffen und Themen und sucht Muster, Trends und Bewertungen zu erkennen. Häufiges Einsatzfeld ist das Monitoring von Markenkommunikation. Monitoring-Software ist sehr nützlich, geeignete Felder aufzuspüren &#8211; darin liegt der Bezug zur Netnographie. Grundsätzlich können sich beide Ansätze ergänzen: Web-Monitoring als im wesentlichen quantitative Erfassung von Größen, Netnographie als vorrangig qualitativer Ansatz, der auf Analyse und hermeneutischer Interpretation beruht.<br />
Automatisierte Formen von Sentiment Analysis (d.h. das Erkennen von positiver und negativer Kommunikation) konnten hingegen bislang noch nicht überzeugen. Zu begrenzt sind (noch) die Möglichkeiten automatisierter Sprach- und Sinnerkennung.</p>
<p>In einem Beitrag zum Twittwoch Köln im Mai habe ich das Konzept der Netnographie vorgestellt (<a href="http://www.klaus-janowitz.de/pdf/Twittwoch_Netnographie.pdf" target="_blank">http://www.klaus-janowitz.de/pdf/Twittwoch_Netnographie.pdf</a>).</p>
<p>Mit der Ausweitung des Social Web sind die Ansätze in Bewegung, ein weiterhin spannendes Feld.<br />
Im September ist deshalb ein BarCamp zu diesem Themenfeld in Vorbereitung, dass im Anschluss an die Online-Marketing Messe dmexco (im September) in Köln stattfinden soll.</p>
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		<title>Kommentarkultur in Blogs oder mein Streit mit Amir Kassaei</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Karsei]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Social Web ist ja immer gut für psychologische Selbsterfahrungen. So auch beim Schreiben von Kommentaren. Mir jedenfalls ist Interessantes aufgefallen:
Schreibe ich einen Kommentar auf einer Zeitungsseite oder einem Newsportal, dann blieb dies bislang vom Autor selbst unwidersprochen. Für mich bedeutet das, ich lese etwas, mir fällt dabei ein Gedanke ein und ich poste diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Social Web ist ja immer gut für psychologische Selbsterfahrungen. So auch beim Schreiben von Kommentaren. Mir jedenfalls ist Interessantes aufgefallen:</p>
<p>Schreibe ich einen Kommentar auf einer Zeitungsseite oder einem Newsportal, dann blieb dies bislang vom Autor selbst unwidersprochen. Für mich bedeutet das, ich lese etwas, mir fällt dabei ein Gedanke ein und ich poste diesen in einem Kommentar. Gut ist! Vielleicht findet sich der ein oder andere Leser, der mir zustimmt oder widerspricht. Meist in wenigen Worten und meist so, dass ich mich nicht zu einer weiterführenden Antwort animiert fühle. Auch gut!<span id="more-609"></span></p>
<p>Psychologisch ist das für mich sehr in Ordnung. Ich habe „Dampf abgelassen“ oder „klug daher geredet“, fühle mich positiv und zufrieden. Frei nach dem Motto: „Das musste mal gesagt werden <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .“</p>
<p>Anderes erlebe ich bei Kommentaren auf Blogs. Auch habe ich das ein oder andere mal – spontan und unbedacht (?) – Stellung genommen, weil ich davon ausgehe, dass ist im Social Web ja auch erwünscht. Meist schreibe ich natürlich an den Stellen, wo ich anders denke und mit der Autorensicht nicht einverstanden bin. Einen Beitrag, der meine Ansicht deckt, wird von mir eher auf Twitter empfohlen, aber sehr selten kommentiert.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Kommunikationsstoerung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="Kommunikationsstoerung" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Kommunikationsstoerung.jpg" alt="" width="287" height="225" /></a></p>
<p>Und dann passiert mir  häufiger das Folgende: Meine Kritik am Autorenstandpunkt weckt den Widerspruchsgeist eben desjenigen. Er schreibt zurück: Umfassend, streitlustig, mich auseinandernehmend. Das bringt mich in Schwierigkeiten. Was tun? Die Höflichkeit und das eigene Selbstbewusstsein fordern: Da muss ich jetzt drauf antworten. Das kann ja so nicht stehenbleiben.</p>
<p>Also nehme ich einen zweiten Anlauf. Ich räume mir Zeit frei, die ich eigentlich nicht investieren wollte, und antworte wieder. Gehe auf die Argumente ein, versuche meinen Standpunkt noch mal verständlich zumachen und zu stärken. So. Gut jetzt?</p>
<p>Manchmal nein. Das bleibt dann so auch nicht stehen. Der Autor greift wieder zur Tastatur und ich befürchte, dabei ist er jetzt schon leicht genervt, um mir noch einmal seine Welt zu erklären. Jetzt wird´s emotional langsam haarig. Ich habe einen Disput mit einem mir fremden Menschen, dessen Blogbeitrag ich eigentlich nur um meine Sicht der Dinge bereichern wollte (In meinen Augen blöde Blogs kommentiere ich nämlich gar nicht).</p>
<p>Das Ergebnis: Ich fühle mich schlecht und schreibe trotzdem wieder. Vielleicht mit einer eher witzigen Note, damit die Stimmung wieder stimmt!? Weil, soll ich jetzt einfach nix sagen? Wäre ja auch komisch. Wenn ich Pech habe, so aktuell passiert im Fall Amir Kassaei (auch noch gerade bei DEM!), ist mein Gegenüber jetzt sogar sauer. Ups!!</p>
<p><a href="http://thefukuokaproject.posterous.com/a-ding-in-the-universe-or-the-phenomenon-call" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-617 alignnone" title="Blog-Amir-Kassaei" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Blog-Amir-Kassaei-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>
<p>Das wollte ich aber nun ja gar nicht. Ist aber passiert. Und interessant. Denn im persönlichen Gespräch hätte ich natürlich die Chance gehabt, die Befindlichkeit meines Gegenüber früher zu erspüren und die Kurve zu kriegen &#8230; oder zu kratzen. Ging im Web nicht. Fettnapf! Ende!</p>
<p>Was bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack und das Gefühl, einen Menschen, den man in seiner Meinung sehr respektiert durch seine eigene Sicht ein Stück auf Distanz getrieben zu haben. Das ist äußerst schade, denn das Gegenteil war ja beabsichtigt.</p>
<p>Für mich ist das zunächst mal eine sehr spannende Erfahrung. Was ich daraus lerne, ist mir derzeit noch nicht klar. Es motiviert nicht allzu sehr dazu, weiter kommentierend durch das Web zu ziehen. Andererseits möchte ich das natürlich gerne tun. Vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass diese Situationen jeweils Einzelfälle waren, die sich nicht mehr wiederholen. Jedenfalls macht es mir noch einmal sehr deutlich, dass es viel Medienkompetenz und eines guten Selbstbewusstseins bedarf, im Web aktiv zu werden. Ganz für jedermann ist es dann halt doch nicht.</p>
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		<title>„Gauckomanie“ im Netz setzt die Politik unter Druck</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[mygauck]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange bin ich ja noch nicht auf Twitter und im Netz intensiv unterwegs, aber eins fällt mir auf: Egal wer gerade zurücktritt oder welche politische Entscheidung getroffen wird. In der Blogosphäre heißt es sofort: „Wir waren die Ersten! Unsere Veröffentlichungen haben bewirkt, dass&#8230; Und sogar der Spiegel hat von uns abgeschrieben!“ (Ich verkürze und überspitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange bin ich ja noch nicht auf Twitter und im Netz intensiv unterwegs, aber eins fällt mir auf: Egal wer gerade zurücktritt oder welche politische Entscheidung getroffen wird. In der Blogosphäre heißt es sofort: „Wir waren die Ersten! Unsere Veröffentlichungen haben bewirkt, dass&#8230; Und sogar der Spiegel hat von uns abgeschrieben!“ (Ich verkürze und überspitze jetzt ein ganz klein wenig.. <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )<span id="more-594"></span></p>
<p>Ich halte das für übertrieben und teilweise etwas selbstreferentiell. Tatsächlich ist die Netzgemeinde politisch enorm aufmerksam und sehr früh in ihren Veröffentlichungen. Sie kann meist aber auch deswegen schneller sein, weil sie überwiegend Meinungen &amp; Kommentare schreibt und damit weniger Rechercheaufwand hat.</p>
<p>Und ich bin mir sicher: Nach wie vor liest nur eine Minderheit, was in Blogs und auf Twitter passiert. Die große Mehrheit bekommt davon nur wenig mit.</p>
<p>Umso beeindruckender finde ich, wenn die Diskussion im Netz tatsächlich breite Resonanz findet und Einfluss nimmt auf die Politik. Dann zeichnet sich die große Möglichkeit und das Potenzial ab, dass in dieser Art der neuronalen Meinungsbildung liegt. Und dann wird deutlich, wie wichtig es ist, dass ALLE Zugang zu dieser Diskussion erhalten – und nicht nur eine intellektuelle Speerspitze.</p>
<p>Zwei wirklich beachtenswerte Beispiele sind für mich die Landtagswahl NRW und der Beitrag der Blog-Autoren zum Wahlkampf und die derzeitige Diskussion um den Bundespräsidenten.</p>
<p>Letzteres finde ich vor allem deswegen interessant, weil die Aufstellung der Bundespräsidenten-Kandidaten sonst mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Parteien stellten jemanden auf, die Presse kommentierte und man selbst nahm das Ganze leidlich interessiert zur Kenntnis.</p>
<p>Dies ist derzeit völlig anders. Das Engagement bei der Bewertung und Diskussion der Kandidaten ist enorm und die derzeitige „Pro-Gauck-Kampagne“ ist kreativ, umfassend und beeindruckend.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/mygauck-kopf.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-599" title="mygauck-kopf" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/mygauck-kopf-276x300.jpg" alt="" width="276" height="300" /></a></p>
<p><em>Das Mosaik besteht aus  2.042 Twitter-Avataren von Menschen, die einen  Tweet mit 	<strong>#mygauck</strong> getwittert haben.</em> <em>(Quelle: webevangelisten)</em></p>
<p>Ich habe den Eindruck, dass in dieser Frage die Netzgemeinde auf ihr kontinuierlich wachsendes Selbstbewusstsein pocht und nachhaltig zeigen möchte: „Nicht ohne uns.“ Auf der anderen Seite scheint die Ignoranz der Regierungsparteien, die den Posten des Bundespräsidenten nach wie vor in ihren Reihen ohne Bürgerbeteiligung verschachern möchten, die Diskussion weiter anzuheizen.</p>
<p>Und die Presse reagiert sensibel und lesernah: Sie spürt sehr genau, was sich gerade verändert, nimmt die Diskussion im Netz auf und verstärkt sich über ihren Verbreitungsweg. Unabhängig vom politischen Lager wächst die Befürwortung des Kandidaten Gauck und die Kritik an einer Wahl nach „Parteienzwang“.</p>
<p>Das ist spannend. Denn dies ist meiner Meinung nach eine ganz neue Dimension für die Politik. „Die da oben“ werden von „denen da unten“ beobachtet, kritisiert und korrigiert. Auf eine Art und Weise, die nachhaltiger und deutlich weniger aufwändig ist als es Petitionen und Demonstrationen früher waren. „Der Druck der virtuellen Straßen“ findet spürbar seinen Weg in die Gesellschaft. Und greift auch bei Themen, bei denen die Politiker bisher vor dem Volk „ihre Ruhe“ hatten.</p>
<p><strong>Beispiele für Gauck-Aktionen im Netz: </strong><a href="http://www.wir-fuer-gauck.de/" target="_blank">http://www.wir-fuer-gauck.de/</a></p>
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		<title>Die „Lena-Show“: Zuschauer machen ihr Fernsehen zum Erlebnis</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 07:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ARD-Show zum Eurovision Song Contest war ein Paradebeispiel dafür, wie Fernsehen heute funktioniert – wenn es funktioniert.
Denn Fernsehen hat ein Problem: Es ist schon lange nicht mehr abendfüllend. Es reicht nicht mehr hin in der informationsüberfluteten multimedialen Welt, um als Lagerfeuer der Neuzeit den Familienmittelpunkt zu bilden. Fernsehen ist inzwischen in erster Linie Bügelfernsehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ARD-Show zum Eurovision Song Contest war ein Paradebeispiel dafür, wie Fernsehen heute funktioniert – wenn es funktioniert.</p>
<p>Denn Fernsehen hat ein Problem: Es ist schon lange nicht mehr abendfüllend. Es reicht nicht mehr hin in der informationsüberfluteten multimedialen Welt, um als Lagerfeuer der Neuzeit den Familienmittelpunkt zu bilden. Fernsehen ist inzwischen in erster Linie Bügelfernsehen geworden.<span id="more-584"></span></p>
<p>Es wird zwar nach wie vor Abend für Abend rituell eingeschaltet. Aber konzentriertes Zuschauen wird zur Seltenheit. Man zappt, schnackt, liest, surft oder twittert nebenher – ähnlich wie beim Radio. Vor diesem Hintergrund ist es den Werbekunden nicht zu verdenken, wenn für viele von Ihnen die Faszination des Mediums Fernsehen nachlässt und sie die hohen TKP nicht mehr zahlen möchten.</p>
<p>Um zu fesseln und zu faszinieren, muss Fernsehen mehr bieten, als elend langgezogene Dokusoaps, schon mehrfach gesehene Spielfilme und sich unendlich wiederholende Serien. Auch Castingshows sind nicht in jedem Fall gutes Fernsehen.</p>
<p>Aber was ist gutes Fernsehen? Gutes Fernsehen ist ein Erlebnis! Und ein Erlebnis zu sein, das fiel dem Fernsehen früher nicht schwer. Da reichte die Atmosphäre einer großen Show. Oder ein Tatort. Oder die „wunderbare Welt der Tiere“. Der Zuschauer konnte passiv bleiben und war fasziniert&#8230;</p>
<p>Heute ist es leider anders. Den Zuschauer zu faszinieren ist deutlich schwerer, er hat schon viel zu viel gesehen. Die TV-Produktionen dagegen werden deutlich flacher. Auf ein Erlebnis kann man als Zuschauer da lange warten.<br />
Was also tun, wenn man dennoch ein Fernseherlebnis möchte? Ganz einfach: Selbst drum kümmern. Im Gegensatz zur früheren Couch-Potato wird der eventorientierte Fernsehzuschauer von heute einfach selbst aktiv. Zielsicher und mit Gespür für Drama sucht er sich die Fernsehereignisse aus, die es wert sind – und macht daraus etwas Großes, Buntes, Witziges oder sogar Lächerliches.</p>
<p>Beim ESC hat das prima funktioniert: Es gab an allen Stellen Public Viewing und wer zu Hause blieb, stand kontinuierlich über Facebook und Twitter mit seinen Freunden in Kontakt. Diese Parallelveranstaltungen wurden von den verschiedenen Bevölkerungsgruppen genutzt, um die Sendungsinhalte für sich zu deuten und zuzuspitzen. So konnten intellektuelle Twitterer Distanz wahren und die Sendung parodieren und mit Esprit kommentieren. Hoch emotionale Lena-Fans konnten sich auf Parties weinend in die Arme fallen. Musikexperten und solche, die sich dafür hielten, konnten die musikalische Leistungen einordnen und bewerten.</p>
<p>Eine furchtbar altbackene Show, die in vielerlei Hinsicht über Jahre an Bedeutung verloren hat, wurde damit wieder das, was sie in ihren Anfängen einmal war: Ganz großes Fernsehen und ein echtes Erlebnis!<br />
Da bleibt nur zu sagen: Fernsehen, lern was draus!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Radio-Gezwitscher: unsere Twitterstudie auf DeutschlandRadio Wissen</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/05/19/radio-gezwitscher-unsere-twitterstudie-auf-deutschlandradio-wissen/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 14:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Trump</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[deutschlandradio wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Radiokonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[thilo trump]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag war ich zu Gast in der Radiosendung &#8220;Redaktionskonferenz&#8221; bei DeutschlandRadio Wissen!

Wir sprachen über Unternehmen, die Twitter nutzen, den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Tagebüchern, die Analogie zwischen elektronischer Musik und Informationsfilterung , was das Internet mit einem Cocktailempfang gemeinsam hat und darüber, wann wer sich lieber nicht im Social Web aktiv beteiligen sollte.
Außerdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag war ich zu Gast in der Radiosendung &#8220;Redaktionskonferenz&#8221; bei DeutschlandRadio Wissen!<span id="more-556"></span></p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/dradio2.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-569" title="dradio" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/dradio2.jpg" alt="" width="454" height="368" /></a></p>
<p>Wir sprachen über Unternehmen, die Twitter nutzen, den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Tagebüchern, die Analogie zwischen elektronischer Musik und Informationsfilterung , was das Internet mit einem Cocktailempfang gemeinsam hat und darüber, wann wer sich lieber nicht im Social Web aktiv beteiligen sollte.</p>
<p>Außerdem durfte ich mir sogar Musik aussuchen!</p>
<p>Die Sendung kann man sich, dank der Wundermaschine Internet, unter <a href="http://wissen.dradio.de/index.92.de.html?dram:article_id=2850" target="_blank">http://wissen.dradio.de/index.92.de.html?dram:article_id=2850</a> als Podcast noch einmal anhören.</p>
<p>Leider ohne die Musik (vermutlich dank der Gesetze, die noch nichts von der Wundermaschine Internet wussten)&#8230;</p>
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