Archiv der Kategorie ‘Multimedia‘

Web 2.0 um jeden Preis?

Mittwoch, den 3. Februar 2010 - von Sabine Haas

Mit Erstaunen habe ich heute das neue GEZ-Portal besucht.

www.gez-meine-meinung.de

Es scheint der Versuch zu sein, sich als GEZ in die Web-2.0-Welt einzuklinken und hier positiv am Image zu arbeiten. Aus unserer Sicht ist dieser Versuch in der gemachten Form wenig erfolgversprechend.

Die GEZ hat im Gegensatz zu anderen Unternehmen und Institutionen die Schwierigkeit, dass sie von einem extrem negativen Image belastet ist. Gerade jüngere Leute haben wenig Verständnis für die Gebührenpflicht, von Privatsendern und andern Medienhäusern wird gerne negativ über die GEZ berichtet. Wenn die GEZ nun, wie auf dem oben genannten Portal getan, eine Plattform zur Auseinandersetzung mit den Usern bereitstellt, ist das in meinen Augen zwar gut gemeint, aber keinesfalls gut.

Man sieht jetzt schon, was passiert: Sämtliche (unqualifizierte) und teilweise weit unter der Gürtellinie angesiedelte Kritik häuft sich auf der Plattform. Die vielen Moderatoren sind vollauf damit beschäftigt, zu redigieren und zu löschen (in den Augen der User bedeutet dies natürlich Zensur). Positive und sachliche Diskussionen wirken gestellt und nicht authentisch, man vermutet dahinter GEZ-Mitarbeiter…

Alles dies trägt in meinen Augen nicht zur Imageverbesserung bei!

Auf der anderen Seite gibt es eine Rubrik von Mitarbeiterblogs, die zwar ebenfalls nett gemeint, aber für den Leser nicht wirklich bereichernd sind. Sie erzählen mit hoher Motivation über die positiven Seiten und Schwierigkeiten eines Berufsalltags bei der GEZ – sicher kein Thema, das sich als Straßenfeger eignet. Vor allem, wenn Personen bloggen, die mit diesem Medium wenig Erfahrung haben.

Wenn ich all das so beobachte, frage ich mich, ob „dabei sein um jeden Preis“ wirklich eine gute Strategie auf dem heiklen Web-2.0-Parkett darstellt. Wir raten unseren Kunden jedenfalls nach wie vor zur Vorsicht – und liegen damit – glaube ich gar nicht mal verkehrt…

Sicherlich braucht die GEZ eine WEB-2.0-Strategie. Aber die muss differenzierter und feinsinniger gestaltet werden, wenn sie zum Erfolg führen soll.

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Interessantes und nicht so Interessantes auf dem DMMK

Dienstag, den 24. Juni 2008 - von Dirk Middeldorf

Letzte Woche war ich auf dem Deutschen Multimediakongress (DMMK) in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Los ging es mit einem Workshop zum Thema “Intranet 2.0″.

In fünf Referaten wurde über moderne Kommunikationskonzepte in Unternehmen berichtet und diskutiert. Während viele in Wikis ein Allheilmittel sehen, meinte Peter Schütt von IBM, Wikis seien eigentlich nur für zwei Aufgaben geeignet: zeitlose Information und kollaborativ erstellte Dokumente wie zum Beispiel Ausschreibungsunterlagen. Der Grund sei, dass in Wikis die Einstellzeit nicht sichtbar ist und man daher nicht zwischen alten und neuen Inhalten unterscheiden könnte. Blogs seien für die meisten Anlässe, in denen Wikis verwendet werden, viel sinnvoller – zum Beispiel in der Projektarbeit.

Auch wurde deutlich, dass Software-Produkte wie zum Beispiel Microsoft Open Office (Share Point) oder SAP, meist viel schlechter geeignet sind als freie Open-Source-Lösungen, wie man es aus der privaten Nutzung gewöhnt ist. Überhaupt werden private Nutzungsmuster immer wichtiger, gesprochen wurde vom “digitalen Lifestyle”, den die nachwachsenden Arbeitnehmergenerationen gewohnt sind und diesen auch im Unternehmen leben wollen.

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