Archiv der Kategorie ‘Kommunikation‘

Twittern – was macht das mit mir?

Mittwoch, den 10. März 2010 - von Janine Anyiam

Seit einigen Wochen bin ich jetzt auf Twitter unterwegs (@sabinehaas) und ich beobachte in einer Art „Selbstversuch“, was dieses Medium so mit seinen Nutzern macht. Heute wollte ich mal erste Erfahrungen schildern..

Twittern macht Spaß.
Die Kommunikation in 140 Zeichen in einem erst einmal unbekannten Netzwerk macht Spaß. Es ist lustig, gute Tweets zu lesen, es ist spannend und ideal für jedwede Wartezeit-Überbrückung.

Twittern setzt Information voraus.
Wenn man, wie ich, nicht persönliche Stimmungen und Gefühle, sondern eher Diskussionsbeiträge und Wertungen twittern möchte, braucht man Themen und Informationen. Ich lese also Fachzeitschriften und surfe im Web. Deutlich mehr und regelmäßiger als in meinem Leben vor Twitter.. (weiterlesen…)

Twitter-Studie fertiggestellt

Montag, den 22. Februar 2010 - von Sabine Haas

Kollege Thilo Trump hat seine Twitter-Studie fertiggestellt. Ziel dieser Studie war es, die Nutzungsmuster auf Twitter inhaltsanalytisch zu betrachten, um verschiedene “Typen” ausfindig zu machen. Das Ergebnis sind neun “Twitter-Typen”, die wir mittels Clusteranalyse berechnet haben.

Es zeigen sich dabei sehr unterschiedliche und interessante Zielgruppen: Hoch emotional bis hoch analytisch, sprachlich geschult oder eher schulungsbedürftig, witzig bis uninteressant ist alles dabei. Für Werber und Unternehmen ein spannendes Spektrum, das viel über Relevanz und Möglichkeiten des Mediums Twitter aussagt.

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Web 2.0 um jeden Preis?

Mittwoch, den 3. Februar 2010 - von Sabine Haas

Mit Erstaunen habe ich heute das neue GEZ-Portal besucht.

www.gez-meine-meinung.de

Es scheint der Versuch zu sein, sich als GEZ in die Web-2.0-Welt einzuklinken und hier positiv am Image zu arbeiten. Aus unserer Sicht ist dieser Versuch in der gemachten Form wenig erfolgversprechend.

Die GEZ hat im Gegensatz zu anderen Unternehmen und Institutionen die Schwierigkeit, dass sie von einem extrem negativen Image belastet ist. Gerade jüngere Leute haben wenig Verständnis für die Gebührenpflicht, von Privatsendern und andern Medienhäusern wird gerne negativ über die GEZ berichtet. Wenn die GEZ nun, wie auf dem oben genannten Portal getan, eine Plattform zur Auseinandersetzung mit den Usern bereitstellt, ist das in meinen Augen zwar gut gemeint, aber keinesfalls gut.

Man sieht jetzt schon, was passiert: Sämtliche (unqualifizierte) und teilweise weit unter der Gürtellinie angesiedelte Kritik häuft sich auf der Plattform. Die vielen Moderatoren sind vollauf damit beschäftigt, zu redigieren und zu löschen (in den Augen der User bedeutet dies natürlich Zensur). Positive und sachliche Diskussionen wirken gestellt und nicht authentisch, man vermutet dahinter GEZ-Mitarbeiter…

Alles dies trägt in meinen Augen nicht zur Imageverbesserung bei!

Auf der anderen Seite gibt es eine Rubrik von Mitarbeiterblogs, die zwar ebenfalls nett gemeint, aber für den Leser nicht wirklich bereichernd sind. Sie erzählen mit hoher Motivation über die positiven Seiten und Schwierigkeiten eines Berufsalltags bei der GEZ – sicher kein Thema, das sich als Straßenfeger eignet. Vor allem, wenn Personen bloggen, die mit diesem Medium wenig Erfahrung haben.

Wenn ich all das so beobachte, frage ich mich, ob „dabei sein um jeden Preis“ wirklich eine gute Strategie auf dem heiklen Web-2.0-Parkett darstellt. Wir raten unseren Kunden jedenfalls nach wie vor zur Vorsicht – und liegen damit – glaube ich gar nicht mal verkehrt…

Sicherlich braucht die GEZ eine WEB-2.0-Strategie. Aber die muss differenzierter und feinsinniger gestaltet werden, wenn sie zum Erfolg führen soll.

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