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	<title>result blog &#187; Allgemein</title>
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	<description>Blog der result gmbh</description>
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		<title>Wie viel sind eigentlich 20 Petabyte?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 10:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Christian Bauckhage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bauckhage]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von Prof. Christian Bauckhage (Fraunhofer IAIS) bei uns veröffentlichen zu dürfen!
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.


 
Wie viel sind eigentlich 20 Petabye?
In Bezug auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von <a href="http://www.iais.fraunhofer.de/bauckhage.html" target="_blank">Prof. Christian Bauckhage</a> (Fraunhofer IAIS) bei uns veröffentlichen zu dürfen!<br />
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.</em></p>
<p style="text-align: left;"><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-834 aligncenter" title="Bytes" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/httpwww.artlebedev.comeverythingmatryoshkusblanco-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie viel sind eigentlich 20 Petabye?</strong></p>
<p>In Bezug auf die technischen Voraussetzungen zur Verarbeitung der riesigen Datenmengen, die im Internet verfügbar sind, ist Google zurzeit sicherlich das Maß aller Dinge. <span id="more-811"></span>Zwar hält sich der Konzern eher bedeckt, wenn es um technische Interna geht, dennoch weiß man, dass Google täglich mindestens <strong>20 Petabyte </strong>verarbeitet<a href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p><strong>Was ist ein Petabyte?</strong></p>
<p>Das Byte ist die grundlegende Maßeinheit für Datenmengen. In der üblichen ASCII Kodierung braucht man ein Byte, um ein alphanumerisches Zeichen (einen Buchstaben, eine Ziffer oder ein Satzzeichen) zu  speichern. Zum Beispiel entspricht eine SMS mit 160 Zeichen in dieser Terminologie einer Datenmenge von 160 Byte. Datenmengen, die sich bequem in einzelnen Bytes messen lassen, gelten nach heutigen Standards als klein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es weitere Maßeinheiten gibt, um größere Datenmenge zu messen: 1000 Byte heißen ein Kilobyte, 1000 Kilobyte heißen ein Megabyte, 1000 Megabyte heißen ein Gigabyte und 1000 Gigabyte heißen ein Terabyte (Anmerkung der Redaktion: Diese Rechnungen basieren auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vors%C3%A4tze_f%C3%BCr_Ma%C3%9Feinheiten#SI-Pr.C3.A4fixe" target="_blank">Dezimalpräfix</a>). Diese Begriffe sind uns geläufig; wir kennen sie von unseren heimischen PCs oder Laptops, deren Arbeitsspeicher sich mittlerweile in Gigabyte bemisst, und deren Festplatten oft eine Kapazität von einigen Terabyte haben.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-823 aligncenter" title="byte" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/byte.jpg" alt="Berechnung auf Basis des Dezimalpräfixes" width="406" height="140" /></p>
<p>Das Ende der Skala ist damit aber noch nicht erreicht: 1000 Terabyte werden ein Petabyte genannt, 1000 Petabyte sind ein Exabyte und 1000 Exabyte heißen ein Zettabyte. Zwar geht es uns in diesem Essay in erster Linie um den Begriff des Petabytes, dennoch lohnt es sich hier anzumerken, dass die Menschheit gerade in Begriff ist, in das Zettabyte Zeitalter einzutreten. Es gibt Schätzungen, wonach die Gesamtmenge der im Internetverfügbaren Information in diesem Jahr (2010) erstmals die Grenze von einem Zettabyte überschreiten wird<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p><strong>Wie können wir uns <em>20 </em>PB veranschaulichen?</strong></p>
<p>Wenn Google pro Tag also 20 Petabyte verarbeitet, entspricht dies einer Menge von 20&#215;10^15 = 20.000.000.000.000.000 oder 20 Billiarden Zeichen. Bei so vielen Nullen wird uns zu Recht schwindelig und wir fragen uns, wie wir uns solche Zahlen vorstellen können. Ein beliebter Trick besteht darin, eine “greifbare” Entsprechung für solche Informationsmengen zu finden, etwa indem man ausrechnet, wie viele Din A4 Seiten oder wie viele Ausgaben des Telefonbuchs von Berlin man mit 20 Petabyte füllen könnte. Um es kurz zu machen, mit derartigen Metaphern wäre uns hier auch nicht wirklich geholfen, denn die Zahl der Nullen würde sich dabei nur unwesentlich verringern. Im Folgenden betrachten wir daher ein größeres Telefonbuch sowie ein etwas moderneres Speichermedium als Papier, um 20 Billiarden Zeichen “begreifbar” zu machen. Laut CIA factbook<a href="#_ftn3">[3]</a> gibt es in Deutschland etwa 51.500.000 Festnetzanschlüsse. Wenn wir annehmen, dass ein Telefonbucheintrag world-factbook/(Name und Telefonnummer) im Schnitt 18 Zeichen lang ist, finden wir, dass das Telefonbuch von ganz Deutschland51.500.000 _ 18 B = 927.000.000 B = 927 MB _ 1 GB groß ist.</p>
<p><object id="miki-client1280331420954" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://my-miki.com/loader.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="menu" value="false" /><param name="base" value="http://my-miki.com/" /><param name="wmode" value="window" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashvars" value="port=0x50&amp;history_up=0xcc071e&amp;textUpColor=0xffffff&amp;link_to_original_over=0xffffff&amp;rss_up=0xcc071e&amp;rss_over=0xffffff&amp;history_over=0xffffff&amp;externalHost=my-miki.com&amp;playerType=embed&amp;navShadowColor=0x9c9e9f&amp;share_up=0xcc071e&amp;site_info_up=0xcc071e&amp;share_over=0xffffff&amp;site_info_over=0xffffff&amp;separatorColor=0x1a171b&amp;textOverColor=0xcccccc&amp;red_flag_over=0xffffff&amp;ecommerce_up=0xcc071e&amp;print_up=0xcc071e&amp;ecommerce_over=0xffffff&amp;language=de&amp;print_over=0xffffff&amp;embed_up=0xcc071e&amp;eye_view_up=0xcc071e&amp;navBgColor=0x9c9e9f&amp;red_flag_up=0xcc071e&amp;eye_view_over=0xffffff&amp;embed_over=0xffffff&amp;link_to_original_up=0xcc071e&amp;host=my-miki.com&amp;startpage=/petabyte/14684" /><param name="src" value="http://my-miki.com/loader.swf" /><embed id="miki-client1280331420954" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://my-miki.com/loader.swf" flashvars="port=0x50&amp;history_up=0xcc071e&amp;textUpColor=0xffffff&amp;link_to_original_over=0xffffff&amp;rss_up=0xcc071e&amp;rss_over=0xffffff&amp;history_over=0xffffff&amp;externalHost=my-miki.com&amp;playerType=embed&amp;navShadowColor=0x9c9e9f&amp;share_up=0xcc071e&amp;site_info_up=0xcc071e&amp;share_over=0xffffff&amp;site_info_over=0xffffff&amp;separatorColor=0x1a171b&amp;textOverColor=0xcccccc&amp;red_flag_over=0xffffff&amp;ecommerce_up=0xcc071e&amp;print_up=0xcc071e&amp;ecommerce_over=0xffffff&amp;language=de&amp;print_over=0xffffff&amp;embed_up=0xcc071e&amp;eye_view_up=0xcc071e&amp;navBgColor=0x9c9e9f&amp;red_flag_up=0xcc071e&amp;eye_view_over=0xffffff&amp;embed_over=0xffffff&amp;link_to_original_up=0xcc071e&amp;host=my-miki.com&amp;startpage=/petabyte/14684" bgcolor="#FFFFFF" wmode="window" base="http://my-miki.com/" menu="false" quality="high" data="http://my-miki.com/loader.swf"></embed></object></p>
<p>Das erscheint in der Tat als eine gute Schätzung, denn die Deutsche Telekom vertreibt das deutsche Telefonbuch auf einer handelsüblichen CD. Nun kann man zwar kein ganzes Gigabyte auf einer CD speichern und die Telekom wird sicher Kompressionstechniken verwenden, um das Telefonbuch auf der CD unterzubringen, aber wir nehmen der Einfachheit halber an, eine CD entspräche einer Speicherkapazität von einem Gigabyte. Dann ergibt sich, dass20 PB = 20.000 TB = 20.000.000 GB _ 20.000.000 CDs, und wir erkennen, dass Google am Tag eine Datenmenge verarbeitet, die auf 20 Millionen CDs gespeichert werden müsste. Zwar sind uns Millionen schon geläufiger als Billiarden, trotzdem liegt auch diese Zahl noch jenseits unserer Alltagserfahrung. Da CDs aber “greifbar” sind, lässt sich unser Beispiel noch weiterführen. Wenn wir annehmen, dass eine CD Hülle ungefähr die Ausmaße10 cm_10 cm_0.5 cm hat, können wir 20 Petabyte in Längen und Volumina “umrechnen”. Würden wir 20.000.000 CDs aufeinanderstapeln, ergäbe sich ein Turm der Höhe10.000.000 cm = 100 km was etwa der Entfernung zwischen Köln und Dortmund entspricht! Das Volumen von 20.000.000 CDs hingegen entspricht “nur” 1.000Kubikmetern. Das erscheint uns schon eher als eine alltägliche Größe. Dieser Eindruck mag allerdings täuschen. Zum Beispiel ließen sich derart viele CDs nicht in einer 80 m2 Wohnung mit 3 m Deckenhöhelagern! In der Tat bräuchten wir mehr als vier solcher Wohnungen, um 20 Millionen CDs unterzubringen, denn1.000 m3 &gt; 4 _ (80 m2 _ 3 m) = 960 m3.Da CDs sicher nicht mehr die allerneueste Speichertechnologiedarstellen, fragen wir zum Abschluss noch, was wäre wenn wir 20Petabyte auf USB Stücks von je 4 Gigabyte speichern wollten? Nun, dazu bräuchten wir immer noch 5.000.000 Stück! Nach diesen Beispielen ist es nicht mehr überraschend, dass Google zur Verarbeitung all seiner Datenbestände weltweit riesige Serverfarmen mit jeweils mehreren tausend Computern unterhält. Wiegesagt, in Bezug auf die Infrastruktur zur Verarbeitung moderner Datenmengen ist der kalifornische Konzern zurzeit wohl das Maß aller Dinge.</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> J. Dean and S. Ghemawat. MapReduce: Simplified Data Processing on Large Clusters. Comm. of the ACM, 51(1):107–</p>
<p>113, 2008</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> D. Reinsel et al. IDC Whitepaper: TheExpanding Digital Universe. Technical report, IDC, 2007</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> https://www.cia.gov/library/publications/the world-factbook/</p>
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		<title>Der Besuch beim 22. medienforum.nrw</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/07/05/der-besuch-beim-22-medienforum-nrw/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 08:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cathrin Jacob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[medienforum NRW]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Mehr als 3.500 Besucher, 255 Referenten bei etwa fünfzig Einzelveranstaltungen sowie zahlreiche Events und Preisverleihungen“, bilanziert das Medienforum auf seiner Interseite. Das klingt doch schon mal toll! Drei Tage lang diskutierten und debattierten hiesige und dortige Vertreter der Medienbranche im Staatenhaus der kölnmesse und das interessierte Publikum lauschte, staunte und schwankte zwischen Zähneklappern in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/medienforum.nrw_.jpg"><img class="size-full wp-image-722 alignleft" title="medienforum.nrw" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/medienforum.nrw_.jpg" alt="" width="125" height="125" /></a></em></p>
<p><em>„Mehr als 3.500 Besucher, 255 Referenten bei etwa fünfzig Einzelveranstaltungen sowie zahlreiche Events und Preisverleihungen“</em>, bilanziert das Medienforum auf seiner Interseite. Das klingt doch schon mal toll! Drei Tage lang diskutierten und debattierten hiesige und dortige Vertreter der Medienbranche im Staatenhaus der kölnmesse und das interessierte Publikum lauschte, staunte und schwankte zwischen Zähneklappern in den klimatisierten Räumen und Dehydrieren bzw. Hyperventilieren außerhalb derselben.<span id="more-721"></span></p>
<p>Das 22. medienforum.nrw griff Fragen der Finanzierung und Konvergenz von Medien und ihren Inhalten auf und thematisierte deren Regulierung sowie die sich daraus ergebene gesellschaftliche Verantwortung. Dabei waberte die Veranstaltung zwischen organisiert-spießig und inhaltlich abwechslungsreich, erfüllte aber letzten Endes unserem Empfinden nach nicht den Anspruch, bahnbrechende Erkenntnisse kundzutun oder gar „wichtige Akzente“ zu setzen.</p>
<p>Ja, Twitter &amp; Co. bieten ungeahnte Möglichkeiten in der Vermarktung von Medien und Marken, und ja, mobile Kommunikation revolutioniert unsere Gesellschaft und birgt Gefahren. Und YES, das iPad ist die gottgleiche Materialwerdung unter den mobilen Devices. Man wurde aber das Gefühl nicht los, all diese Digitalised People erzählten einem nichts Neues, nur kleideten sie es in schillerndere Worte als letztes Mal.</p>
<p>Das medienforum bewegte sich inhaltlich irgendwo zwischen ollen Social-Media-Kamellen und futuristischen Augmented-Reality-Games-Erfindungen, privatrechtlichem Gejammer und öffentlich-rechtlicher-Rechtfertigung, Be- und Entschleunigung, Zeitungsromantisierern und  Printkritikern, Horrorszenarien und Lobeshymnen auf die Möglichkeiten des Internet. Und irgendwo dazwischen der Otto-Normal-User, -Fernsehzuschauer und -Leser, der das Ganze zu erden schien und am Abend unter Zuhilfenahme des Frei-Kölschs an die biologischen Grenzen der reellen Welt stieß. Die Stimmung war jedenfalls gut und Gespräche wurden genügend geführt. Das ist doch schon mal was! Man mag zu solchen Veranstaltungen stehen wie man will. Für diejenigen, die zum ersten Mal da waren, hat sich sicherlich der Horizont erweitert. Für jene, die die ganze Soße schon kennen, schmeckte irgendwie alles leider recht fad.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="491" height="297" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/L0aKmwWi7Io&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="491" height="297" src="http://www.youtube.com/v/L0aKmwWi7Io&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Summa summarum gab also wenig Visionäres, Wegweisendes oder Konkretes. Aber „wenig“ ist ja nicht Nichts. Hier ein <strong>kleiner</strong> Auszug der persönlichen Erleuchtungen:</p>
<ul>
<li><strong>Christian Nienhaus</strong>, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe und Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes NRW forderte eine Beteiligung der privaten Medien an der zukünftigen Haushaltsabgabe der GEZ. Außerdem schlug er eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Printmedien vor, wie bereits in Frankreich der Fall.</li>
<li><strong>David Lyle</strong>, Präsident von Fox LOOK stellte die These auf: Es hätte niemals Social Media gegeben, wenn nicht vorher das Reality TV den Weg geebnet hätte.</li>
<li><strong>Alan Rusbridger</strong>, Chefredakteur des Guardian meinte, um qualitativ gute, journalistische Inhalte für eine Zeitung oder deren Online-Version zu generieren, braucht es nicht zwangsläufig ausgebildete Journalisten.</li>
<li>Interessant war auch der Vortrag von <strong>Simon Sutton</strong>, deren Sender HBO gänzlich ohne Werbung auskommt und dennoch nicht public ist. Das Geheimnis? „We create content for viewers, not for advertisers“. Schön!</li>
<li><strong>Gerd Leonhard</strong>, Media Futurist, stellte fest, dass sich die 4Ps des Marketing durch die 4Es ablösen werden: Emotions, Engagement, Experiences and Exclusivity und Return on Investment werde zu Return on Involvement.</li>
</ul>
<p>Mehr Infos <a href="http://www.medienforum.nrw.de/de/medienbox.html" target="_blank">hier</a>!</p>
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		<title>Forschung im Netz &#8211; Netnographie und Web-Monitoring</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/06/16/forschung-im-netz-netnographie-und-web-monitoring/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 14:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus M. Janowitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
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		<category><![CDATA[nethnographie]]></category>
		<category><![CDATA[twittwoch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von Klaus Janowitz bei uns veröffentlichen zu dürfen!
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.
Die Kommunikation im Netz ist von einem eher randständigen, als virtuell angesehenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wir freuen uns besonders, heute einen Gastbeitrag von <a href="http://www.klaus-janowitz.de" target="_blank">Klaus Janowitz</a> bei uns veröffentlichen zu dürfen!<br />
Grundsätzlich sind wir immer an Beiträgen von Gastautoren interessiert, die unseren Blog bereichern. Sollten Sie Lust haben, bei uns mit zu schreiben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.</em></p>
<p>Die Kommunikation im Netz ist von einem eher randständigen, als virtuell angesehenen Phänomen, zu einem oftmals entscheidenden Faktor der Meinungsbildung und Vergemeinschaftung herangewachsen &#8211; mit allen damit verbundenen kulturellen, wirtschaftlichen und auch politischen Konsequenzen.<span id="more-631"></span><br />
Sie ist vielfältig verflochten mit der Offline-Welt und Gegenstand der Forschungsinteressen von Markt- und Sozialforschung.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-652" title="nethnographie" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie3.jpg" alt="" width="349" height="231" /></a> Netnographie bzw. engl. Netnography (zusammengesetzt aus InterNet und EthNographie) ist eine an das Internet angepasste Form <a href="http://www.result.de/spotlight/ethno-research/" target="_blank">ethnographischer (Feld-)Forschung</a>, die sich Online-Communities und -Kulturen widmet. Es ist naheliegend, die ursprünglich aus der Ethnologie stammenden, später auf Subkulturen der eigenen Gesellschaft angewandten Methoden der Ethnographie auch auf Kulturen und Gemeinschaften im Netz anzupassen &#8211; so wurde schon lange vor dem Social Web mit unabhängig voneinander entwickelten Konzepten und unter verschiedenen Bezeichnungen zu Online-Communities geforscht.</p>
<p>Häufig waren Fan-Communities das Feld der Forschung, zählten solche doch zu den ersten, die die Möglichkeiten des Internets zu geographisch weitgehend unabhängiger Vergemeinschaftung  nutzten. Online-Fan-Communities entstanden früh zu Popkulturen und Sportclubs, zu TV-Serien, aber auch zu Marken und Konsumstilen, als sogenannten Brand-Communities.</p>
<p>Standards zur von ihm zuerst so bezeichneten Netnographie wurden von dem kanadischen Kulturanthropologen und Marketer Rob Kozinets entwickelt und definiert: Richtlinien zur Vorgehensweise bei Recherche und Auswahl, zu Analyse und Interpretation und zur Forschungsethik. Netnographie bezieht eine Vielzahl einzelner Forschungstechniken ein und wendet sie pragmatisch an, beruht im wesentlichen aber auf beobachtender Forschung im Online-Feld.<br />
Grundlegend für die Netnographie, ebenso wie der Ethnographie, ist die Forschung im natural setting &#8211; d.h., in einer von Forschungsabsichten unbeeinflussten Umgebung. Ziel ist es, eine andere Kultur &#8211; und das ist auch die des Konsumenten aus der Sicht des Produzenten &#8211; und ihren sozialen Kontext zu verstehen. <a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie21.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-654" title="nethnographie2" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/nethnographie21.jpg" alt="" width="305" height="231" /></a><br />
Anwendung findet Netnographie in sehr unterschiedlichen Feldern, mit Schwerpunkten in der Markt- und Konsumforschung. Eine besondere Form der Nutzung des partizipativen Potenzials ist Produktinnovation mit Co-Creation, bei der Konsumenten in die Produktentwicklung einbezogen werden.</p>
<p>Zu unterscheiden ist Netnographie von zwei Ansätzen, mit denen sie in der Praxis oft verbunden ist: Market Research Online Communities (MROCs) und <a href="http://www.result.de/leistungen/result-web-monitor/" target="_blank">Web-Monitoring</a>.<br />
MROCs sind zu Marktforschungszwecken angelegte, gemanagete Communities. Man kann sie als übergroße Online-Focusgruppen verstehen, die das Netz als technische Infrastruktur nutzen, nicht aber die Kommunikation im Netz selber zum Gegenstand haben. Derzeit erleben MROCs einen Boom und werden von vielen Marktforschungsdienstleistern angeboten. Als sogenannte Panel-Communities nutzen sie bestehende Adresspools aus Online-Panels für die qualitative Forschung. In anderen Fällen kommen Customer-Feedback-Communities den Forschungsfeldern der Netnographie nahe. Aktivität und Engagement der Beteiligten sind stark abhängig von der Bindung an das jeweilige Unternehmen bzw. Organisation.</p>
<p>Web-Monitoring entstammt zunächst einem Controlling der Internetkommunikation, nachdem es Unternehmen wichtig erschien, ihre Reputation im Netz zu beobachten.<br />
Web-Monitoring erfasst systematisch und softwaregestützt die Kommunikation im Internet zu definierten Begriffen und Themen und sucht Muster, Trends und Bewertungen zu erkennen. Häufiges Einsatzfeld ist das Monitoring von Markenkommunikation. Monitoring-Software ist sehr nützlich, geeignete Felder aufzuspüren &#8211; darin liegt der Bezug zur Netnographie. Grundsätzlich können sich beide Ansätze ergänzen: Web-Monitoring als im wesentlichen quantitative Erfassung von Größen, Netnographie als vorrangig qualitativer Ansatz, der auf Analyse und hermeneutischer Interpretation beruht.<br />
Automatisierte Formen von Sentiment Analysis (d.h. das Erkennen von positiver und negativer Kommunikation) konnten hingegen bislang noch nicht überzeugen. Zu begrenzt sind (noch) die Möglichkeiten automatisierter Sprach- und Sinnerkennung.</p>
<p>In einem Beitrag zum Twittwoch Köln im Mai habe ich das Konzept der Netnographie vorgestellt (<a href="http://www.klaus-janowitz.de/pdf/Twittwoch_Netnographie.pdf" target="_blank">http://www.klaus-janowitz.de/pdf/Twittwoch_Netnographie.pdf</a>).</p>
<p>Mit der Ausweitung des Social Web sind die Ansätze in Bewegung, ein weiterhin spannendes Feld.<br />
Im September ist deshalb ein BarCamp zu diesem Themenfeld in Vorbereitung, dass im Anschluss an die Online-Marketing Messe dmexco (im September) in Köln stattfinden soll.</p>
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		<item>
		<title>Kommentarkultur in Blogs oder mein Streit mit Amir Kassaei</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/06/10/kommentarkultur-in-blogs-oder-mein-streit-mit-amir-kassaei/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Karsei]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogkommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Social Web ist ja immer gut für psychologische Selbsterfahrungen. So auch beim Schreiben von Kommentaren. Mir jedenfalls ist Interessantes aufgefallen:
Schreibe ich einen Kommentar auf einer Zeitungsseite oder einem Newsportal, dann blieb dies bislang vom Autor selbst unwidersprochen. Für mich bedeutet das, ich lese etwas, mir fällt dabei ein Gedanke ein und ich poste diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Social Web ist ja immer gut für psychologische Selbsterfahrungen. So auch beim Schreiben von Kommentaren. Mir jedenfalls ist Interessantes aufgefallen:</p>
<p>Schreibe ich einen Kommentar auf einer Zeitungsseite oder einem Newsportal, dann blieb dies bislang vom Autor selbst unwidersprochen. Für mich bedeutet das, ich lese etwas, mir fällt dabei ein Gedanke ein und ich poste diesen in einem Kommentar. Gut ist! Vielleicht findet sich der ein oder andere Leser, der mir zustimmt oder widerspricht. Meist in wenigen Worten und meist so, dass ich mich nicht zu einer weiterführenden Antwort animiert fühle. Auch gut!<span id="more-609"></span></p>
<p>Psychologisch ist das für mich sehr in Ordnung. Ich habe „Dampf abgelassen“ oder „klug daher geredet“, fühle mich positiv und zufrieden. Frei nach dem Motto: „Das musste mal gesagt werden <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .“</p>
<p>Anderes erlebe ich bei Kommentaren auf Blogs. Auch habe ich das ein oder andere mal – spontan und unbedacht (?) – Stellung genommen, weil ich davon ausgehe, dass ist im Social Web ja auch erwünscht. Meist schreibe ich natürlich an den Stellen, wo ich anders denke und mit der Autorensicht nicht einverstanden bin. Einen Beitrag, der meine Ansicht deckt, wird von mir eher auf Twitter empfohlen, aber sehr selten kommentiert.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Kommunikationsstoerung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="Kommunikationsstoerung" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Kommunikationsstoerung.jpg" alt="" width="287" height="225" /></a></p>
<p>Und dann passiert mir  häufiger das Folgende: Meine Kritik am Autorenstandpunkt weckt den Widerspruchsgeist eben desjenigen. Er schreibt zurück: Umfassend, streitlustig, mich auseinandernehmend. Das bringt mich in Schwierigkeiten. Was tun? Die Höflichkeit und das eigene Selbstbewusstsein fordern: Da muss ich jetzt drauf antworten. Das kann ja so nicht stehenbleiben.</p>
<p>Also nehme ich einen zweiten Anlauf. Ich räume mir Zeit frei, die ich eigentlich nicht investieren wollte, und antworte wieder. Gehe auf die Argumente ein, versuche meinen Standpunkt noch mal verständlich zumachen und zu stärken. So. Gut jetzt?</p>
<p>Manchmal nein. Das bleibt dann so auch nicht stehen. Der Autor greift wieder zur Tastatur und ich befürchte, dabei ist er jetzt schon leicht genervt, um mir noch einmal seine Welt zu erklären. Jetzt wird´s emotional langsam haarig. Ich habe einen Disput mit einem mir fremden Menschen, dessen Blogbeitrag ich eigentlich nur um meine Sicht der Dinge bereichern wollte (In meinen Augen blöde Blogs kommentiere ich nämlich gar nicht).</p>
<p>Das Ergebnis: Ich fühle mich schlecht und schreibe trotzdem wieder. Vielleicht mit einer eher witzigen Note, damit die Stimmung wieder stimmt!? Weil, soll ich jetzt einfach nix sagen? Wäre ja auch komisch. Wenn ich Pech habe, so aktuell passiert im Fall Amir Kassaei (auch noch gerade bei DEM!), ist mein Gegenüber jetzt sogar sauer. Ups!!</p>
<p><a href="http://thefukuokaproject.posterous.com/a-ding-in-the-universe-or-the-phenomenon-call" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-617 alignnone" title="Blog-Amir-Kassaei" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/Blog-Amir-Kassaei-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>
<p>Das wollte ich aber nun ja gar nicht. Ist aber passiert. Und interessant. Denn im persönlichen Gespräch hätte ich natürlich die Chance gehabt, die Befindlichkeit meines Gegenüber früher zu erspüren und die Kurve zu kriegen &#8230; oder zu kratzen. Ging im Web nicht. Fettnapf! Ende!</p>
<p>Was bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack und das Gefühl, einen Menschen, den man in seiner Meinung sehr respektiert durch seine eigene Sicht ein Stück auf Distanz getrieben zu haben. Das ist äußerst schade, denn das Gegenteil war ja beabsichtigt.</p>
<p>Für mich ist das zunächst mal eine sehr spannende Erfahrung. Was ich daraus lerne, ist mir derzeit noch nicht klar. Es motiviert nicht allzu sehr dazu, weiter kommentierend durch das Web zu ziehen. Andererseits möchte ich das natürlich gerne tun. Vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass diese Situationen jeweils Einzelfälle waren, die sich nicht mehr wiederholen. Jedenfalls macht es mir noch einmal sehr deutlich, dass es viel Medienkompetenz und eines guten Selbstbewusstseins bedarf, im Web aktiv zu werden. Ganz für jedermann ist es dann halt doch nicht.</p>
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		<title>„Gauckomanie“ im Netz setzt die Politik unter Druck</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[mygauck]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange bin ich ja noch nicht auf Twitter und im Netz intensiv unterwegs, aber eins fällt mir auf: Egal wer gerade zurücktritt oder welche politische Entscheidung getroffen wird. In der Blogosphäre heißt es sofort: „Wir waren die Ersten! Unsere Veröffentlichungen haben bewirkt, dass&#8230; Und sogar der Spiegel hat von uns abgeschrieben!“ (Ich verkürze und überspitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange bin ich ja noch nicht auf Twitter und im Netz intensiv unterwegs, aber eins fällt mir auf: Egal wer gerade zurücktritt oder welche politische Entscheidung getroffen wird. In der Blogosphäre heißt es sofort: „Wir waren die Ersten! Unsere Veröffentlichungen haben bewirkt, dass&#8230; Und sogar der Spiegel hat von uns abgeschrieben!“ (Ich verkürze und überspitze jetzt ein ganz klein wenig.. <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )<span id="more-594"></span></p>
<p>Ich halte das für übertrieben und teilweise etwas selbstreferentiell. Tatsächlich ist die Netzgemeinde politisch enorm aufmerksam und sehr früh in ihren Veröffentlichungen. Sie kann meist aber auch deswegen schneller sein, weil sie überwiegend Meinungen &amp; Kommentare schreibt und damit weniger Rechercheaufwand hat.</p>
<p>Und ich bin mir sicher: Nach wie vor liest nur eine Minderheit, was in Blogs und auf Twitter passiert. Die große Mehrheit bekommt davon nur wenig mit.</p>
<p>Umso beeindruckender finde ich, wenn die Diskussion im Netz tatsächlich breite Resonanz findet und Einfluss nimmt auf die Politik. Dann zeichnet sich die große Möglichkeit und das Potenzial ab, dass in dieser Art der neuronalen Meinungsbildung liegt. Und dann wird deutlich, wie wichtig es ist, dass ALLE Zugang zu dieser Diskussion erhalten – und nicht nur eine intellektuelle Speerspitze.</p>
<p>Zwei wirklich beachtenswerte Beispiele sind für mich die Landtagswahl NRW und der Beitrag der Blog-Autoren zum Wahlkampf und die derzeitige Diskussion um den Bundespräsidenten.</p>
<p>Letzteres finde ich vor allem deswegen interessant, weil die Aufstellung der Bundespräsidenten-Kandidaten sonst mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Parteien stellten jemanden auf, die Presse kommentierte und man selbst nahm das Ganze leidlich interessiert zur Kenntnis.</p>
<p>Dies ist derzeit völlig anders. Das Engagement bei der Bewertung und Diskussion der Kandidaten ist enorm und die derzeitige „Pro-Gauck-Kampagne“ ist kreativ, umfassend und beeindruckend.</p>
<p><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/mygauck-kopf.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-599" title="mygauck-kopf" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/mygauck-kopf-276x300.jpg" alt="" width="276" height="300" /></a></p>
<p><em>Das Mosaik besteht aus  2.042 Twitter-Avataren von Menschen, die einen  Tweet mit 	<strong>#mygauck</strong> getwittert haben.</em> <em>(Quelle: webevangelisten)</em></p>
<p>Ich habe den Eindruck, dass in dieser Frage die Netzgemeinde auf ihr kontinuierlich wachsendes Selbstbewusstsein pocht und nachhaltig zeigen möchte: „Nicht ohne uns.“ Auf der anderen Seite scheint die Ignoranz der Regierungsparteien, die den Posten des Bundespräsidenten nach wie vor in ihren Reihen ohne Bürgerbeteiligung verschachern möchten, die Diskussion weiter anzuheizen.</p>
<p>Und die Presse reagiert sensibel und lesernah: Sie spürt sehr genau, was sich gerade verändert, nimmt die Diskussion im Netz auf und verstärkt sich über ihren Verbreitungsweg. Unabhängig vom politischen Lager wächst die Befürwortung des Kandidaten Gauck und die Kritik an einer Wahl nach „Parteienzwang“.</p>
<p>Das ist spannend. Denn dies ist meiner Meinung nach eine ganz neue Dimension für die Politik. „Die da oben“ werden von „denen da unten“ beobachtet, kritisiert und korrigiert. Auf eine Art und Weise, die nachhaltiger und deutlich weniger aufwändig ist als es Petitionen und Demonstrationen früher waren. „Der Druck der virtuellen Straßen“ findet spürbar seinen Weg in die Gesellschaft. Und greift auch bei Themen, bei denen die Politiker bisher vor dem Volk „ihre Ruhe“ hatten.</p>
<p><strong>Beispiele für Gauck-Aktionen im Netz: </strong><a href="http://www.wir-fuer-gauck.de/" target="_blank">http://www.wir-fuer-gauck.de/</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Paternosterspeednetworking</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/05/21/paternosterspeednetworking/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 16:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Trump</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch abend war ich auf der Veranstaltung &#8220;Speednetworking Medien&#8221; im schönen Haus der IHK.
Der Abend begann mit zwei durchaus impulsiven Implusvorträgen: Ibo Evsan hat eine beeindruckende Verkaufsveranstaltung gestartet, in der er dem anwesenden Publikum dieses &#8220;Online&#8221; angepriesen hat wie sauer Brot und sein iPhone der Heizdecke und dem Topfset noch hätte dazulegen wollen, hätte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch abend war ich auf der Veranstaltung &#8220;<a href="http://medien.nrw.de/news/2010/04/11/speednetworking-medien-barrieren-ueberwinden-neue-partner-finden/">Speednetworking Medien</a>&#8221; im schönen Haus der IHK.</p>
<p>Der Abend begann mit zwei durchaus impulsiven Implusvorträgen: <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;rlz=1G1GGLQ_DEDE273&amp;q=ibrahim+evsan&amp;btnG=Suche&amp;aq=f&amp;aqi=g5&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=">Ibo Evsan</a> hat eine beeindruckende Verkaufsveranstaltung gestartet, in der er dem anwesenden Publikum dieses &#8220;Online&#8221; angepriesen hat wie sauer Brot und sein iPhone der Heizdecke und dem Topfset noch hätte dazulegen wollen, hätte er denn gekonnt. Jonathan Imme hat über sein Kommunenprojekt <a href="http://palomar5.org/">Palomar5 </a> gesprochen, bei dem man u.a. lernen konnte, dass Social-Media-Nutzer durchaus sozial sind und sich gerne Briefkästen aus Pappe bauen.<span id="more-580"></span></p>
<p>Nach dieser Einstimmung gings zum eigentlichen Teil des Abends über, dem &#8220;Speednetworking&#8221; im Paternoster. Gutes Konzept, gut umgesetzt, sehr schöne Sache:</p>
<blockquote><p>Der Paternoster wird genutzt, um zwei Personen verschiedener Branchen zusammenzubringen. Zu Beginn der Veranstaltung erhält jeder Teilnehmer einen farbigen Button. Jede Farbe steht für eine bestimmte Branche. Es fahren immer zwei Personen mit unterschiedlichen Buttonfarben im Paternoster. Im Lauf der Fahrt schildern beide, welche Herausforderungen sie derzeit begleiten. Am Ende einer Fahrt tauschen beide ihre Visitenkarten aus und entscheiden, ob sie das Gespräch bei einem Drink an der Bar vertiefen wollen. Um einen Anreiz für möglichst viele Fahrten zu setzen, erhält derjenige Veranstaltungsteilnehmer einen hochwertigen Preis, der die meisten Fahrten absolviert hat.</p></blockquote>
<p>So beschreiben es die Veranstalter und das Konzept funktioniert sehr gut. Vor allem, weil nicht derjenige mit den meisten Punkten einen Preis bekommt, sondern alle mit acht Fahrten an einer Verlosung teilnehmen konnten. Der bis zur Verlosung geheimgehaltene Preis, von dem die Veranstalter sicher waren, dass &#8220;wir den alle unbedingt haben wollen&#8221; war dann aber enttäuschenderweise doch nicht das eigentlich folgerichtige iPad, sondern VIP-Karten für eine Comedyveranstaltung &#8212; wenn man mich fragt, sicher nicht die uncleverste Entscheidung des Abends, das bis zur Verlosung geheimzuhalten.</p>
<p>Das Paternosterfahren ist lustig und gesprächsanregend und tatsächlich föderlich für Gesprächseinstieg (&#8220;Wollen wir mal &#8216;ne Runde fahren?&#8221;) und auch Ausstieg (&#8220;Ich fahr&#8217; noch mal ne Runde.&#8221;). Das Drumherum war gut gemacht, die bei Ein- und Ausstieg behilflichen Paternosterhostessen hilfreich und freundlich, das Catering gut ausgewählt und das &#8220;Oberbergische Zimmer&#8221; zur Lounge mit filießenden weißen Stoffen umgestaltet.</p>
<p>Neue Geschäftsmodelle habe ich an diesem Abend zwar nicht entwickeln können, dafür weiß ich jetzt, was &#8220;Camwalking&#8221; und was eine &#8220;Middleware Engine&#8221; ist.</p>
<p>Ist ja auch nicht schlecht und bestimmt mal hilfreich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Brauchen wir in Zeiten von Social Media noch Forschung?</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/05/14/brauchen-wir-in-zeiten-von-social-media-noch-forschung/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 09:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[An verschiedenen Stellen im Netz lese ich immer wieder, dass „Webmonitoring“ die klassische Marktforschung ersetzt und daher von enormer Relevanz ist. Gemeint ist dann meist sowohl quantitative als auch qualitative Marktforschung, da man einerseits die geäußerten Meinungen im Web zählen, andererseits interpretierend auswerten kann.
Ich frage mich dann, in wie weit das richtig ist und würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An verschiedenen Stellen im Netz lese ich immer wieder, dass „Webmonitoring“ die klassische Marktforschung ersetzt und daher von enormer Relevanz ist. Gemeint ist dann meist sowohl quantitative als auch qualitative Marktforschung, da man einerseits die geäußerten Meinungen im Web zählen, andererseits interpretierend auswerten kann.</p>
<p>Ich frage mich dann, in wie weit das richtig ist und würde mich über eine Diskussion zu diesem Thema in diesem Blog sehr freuen.<span id="more-549"></span></p>
<p>Mich erinnern Äußerungen dieser Art an die Geschichten, die mein erster Forschungschef mir immer wieder erzählte. Als er in den 70er Jahren mit dem Thema „Systematische Hörer- und Zuschauerforschung“ begann, da wurde ihm oft entgegengehalten, dass eine solche Anstrengung vollkommen unnötig sei. Schließlich habe man zu jeder Sendung die Hörer- und Zuschauerpost und damit genug Feedback und Bewertungen. Die Aufgabe der Forscher der ersten Stunde lag in erster Linie darin, den Unterschied zwischen Hörer-/Zuschauerpost und einer repräsentativen bzw. methodisch sauber aufgesetzten qualitativen Meinungsumfrage zu erläutern.</p>
<p>Im Kern mussten die Redakteure lernen: Nur ein ganz kleiner Prozentsatz ihrer Nutzerschaft reagiert spontan auf die gesendeten Inhalte. Und zwar immer nur die, die eine besondere Motivation – oft hervorgerufen durch ein psychologisches Ungleichgewicht – verspüren. Dieser kleine Teil kann immens mächtig wirken, z.B. wenn zu einer Sendung 15.000 Briefe eingehen. Dennoch ist er für die Gesamtgruppe Publikum meist wenig repräsentativ.</p>
<p>Dies ließ sich auch in einer Reihe von Studien belegen: Im Ergebnis repräsentativer Umfragen zeigen sich meist Akzeptanzbarrieren und Treiber für die Akzeptanz in völlig anderer Verteilung als die Hörer- und Zuschauerpost vermuten ließ. Auch in qualitativen Studien waren Fernseh- und Radiomacher oft überrascht: „Otto-Normal-Nutzer“ waren weitaus gelassener in der Bewertung des Programms und zeigten in keiner Weise die enorme Bindung, die aus den direkten Anfragen beim Sender spricht. Damit konnte der Sinn und Nutzen von Forschungsprojekten in den Medien sehr gut untermauert und etabliert werden&#8230;</p>
<p>&#8230;bis heute. Denn jetzt flammt diese Diskussion erneut auf. Diesmal mit Bezug auf Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook &amp; Co. Wieder heißt es, man brauche keine Forschung, da sich hier der Nutzerwille und die Nutzermeinung in Echtzeit manifestiert. Man muss beobachten und lesen &#8230; Fertig!</p>
<p>Wen wundert es, wenn ich da in der Argumentationskiste aus den 70ern krame und in braun-orange dagegen halte: Glaube ich nicht! Auch im Netz, genau wie überall, schweigt die große Mehrheit. Auch hier äußern sich nur Teile, die nennenswert, sehr bedeutsam und ernst zu nehmen sind – aber nicht repräsentativ. Ein Beispiel: Der aus Sicht der Follower-Zahlen erfolgsreichste Twitter-Account im Bereich deutscher Fernsehsender ist ProSieben. Hier tummeln sich ca. 40.000 Fans des Senders. Dennoch ist dies nicht viel, wenn man sich die Reichweiten in Millionenhöhe ansieht. Es ist nur ein kleiner Teil des Publikums und zwar ein sehr besonderer. Aus diesem aktiven Fanpool auf die Meinung der Gesamtzuschauerschaft schließen zu wollen, wäre fatal.</p>
<p>Es gilt also auch heute noch: Möchte man repräsentative bzw. valide Ergebnisse zu Sendungen, Formaten, zum Image oder ähnlichem haben, dann sollte man nicht bloß moderne Zuschauerpost auf Facebook auswerten, sondern nach wie vor forschen. Und zwar methodisch fundiert.</p>
<p>Ist Webmonitoring damit überflüssig? Sicher nicht! Es macht Sinn, diese Quelle in die Analyse von Marktforschungsergebnissen mit einzubeziehen, aber sicher nicht immer und in jedem Fall. Webmonitoring ist in erster Linie die Aufgabe der Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen. Sie sollten jederzeit wissen, was vorgeht und vor allen Dingen auch reagieren. Denn mit Analyse post hoc ist es nicht getan, wenn im Web der Unmut zu bestimmten Themen laut wird.</p>
<p>Habe ich damit nachhaltig bewiesen, dass sich nichts ändert und wir uns alle wieder „hinlegen“ können? Das mag man so deuten, das meine ich aber so nicht! Es ändern sich Welten. Zum einen wird Forschung – wenn wir mal ehrlich sind – mehr und mehr unrepräsentativ, weil die Teilnahmebereitschaft an Studien immer weiter sinkt. Zum anderen ist die aktive Social-Media-Gemeinde in keiner Weise mit „Leserbriefschreibern“ zu vergleichen. Sie ist a) größer, b) relevanter und hat c) viel mehr Durchschlagskraft. Während der Dialog des Zuschauers mit dem Redakteur an Hotlines oder in Briefen meist „privat“ blieb, ist der Austausch mit den Machern via Facebook und Twitter öffentlich: Die schweigende Masse kann ihn jederzeit lesen und wird dadurch beeinflusst. Das ist ein gravierender Unterschied.</p>
<p>Wir glauben daher, dass Forschung künftig viel stärker als heute zielgruppenfokussiert werden muss. Sie muss sich von dem Irrglauben lösen, das breite „repräsentative“ Publikum sei für jede Sendung und jedes Angebot die richtige Messgröße für Erfolg. Die Zielgruppen jedes Medienformats sollten bei Forschungsfragen plattformbezogen definiert und untersucht werden. Und zwar methodisch kompatibel zum jeweiligen Verbreitungsweg. M.a.W.: Man muss die Hörer, Zuschauer und Leser jeweils da abholen, wo sie gerade sind und sie entweder per Telefon, Onlinebefragung in Blogs oder privat zu Hause befragen. Nur so erhält man fundierte Ergebnisse, die die aktuelle Mediennutzung spiegeln.</p>
<p>Allerdings sollte man sich als Forscher auch hüten, jetzt ins Gegenteil zu verfallen und jede Studie multimedial überbordend breit aufzustellen und einen umfassenden Methodenmix für jede Fragestellung zu konzipieren. Wir haben daher Social Web basierte Tools und Produkte entwickelt, die kostengünstig und schnell Erkenntnisse liefern.</p>
<p>Denn eines ist klar: Forschung kann nur überleben, wenn sie durch die neue Methodenvielfalt weder langsamer wird als heute, noch teurer. Die Bereitschaft für „payed content“ sinkt auch in der Marktforschung, wo man doch mit einem Blick auf Facebook kostenfreie Erkenntnis zu erhalten glaubt.</p>
<p><strong>&#8230;die Diskussion kann beginnen <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zehn Regeln für die erfolgreiche Twitter-Nutzung</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/05/07/zehn-regeln-fur-die-erfolgreiche-twitter-nutzung/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:35:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine Anyiam</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzertypologien]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter-Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[result hat vor einigen Wochen eine Studie herausgebracht, die sich mit den unterschiedlichen Nutzertypologien von Twitter-Nutzern auseinandergesetzt hat. Herausgekommen sind verschiedene Twitter-Typen, die sich alle unterschiedlich auf der Social Media Plattform bewegen. Für viele Unternehmen ist mittlerweile klar: „Wir wollen dabei sein“, gleichzeitig stellt man sich aber auch die Frage: „Wie machen wir es richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>result hat vor einigen Wochen eine Studie herausgebracht, die sich mit den unterschiedlichen Nutzertypologien von Twitter-Nutzern auseinandergesetzt hat. Herausgekommen sind <a href="http://www.result.de/aktuell/twitter-studie/" target="_blank">verschiedene Twitter-Typen</a>, die sich alle unterschiedlich auf der Social Media Plattform bewegen. Für viele Unternehmen ist mittlerweile klar: „Wir wollen dabei sein“, gleichzeitig stellt man sich aber auch die Frage: „Wie machen wir es richtig und wie können wir Twitter erfolgreich und mit Mehrwert für die Follower nutzen?“. Als ein Ergebnis der Studie haben wir zehn Regeln verfasst, die den Einstieg erleichtern sollen:<span id="more-540"></span></p>
<ol>
<li><strong>Dem Medium gegenüber ein Basis-Commitment beweisen, d.h., sich auf Twitter einlassen</strong><br />
Die in Followern gemessene Erfolglosigkeit des Clusters Exogene bildet einen ersten Beleg für die Erkenntnis, dass man Web-2.0-Medien bzw. -Applikationen nicht einfach „austricksen“ kann. Es ist nicht sinnvoll, „bequem und einfach“ die Statusmeldungen aus dem sozialen Netzwerk auf Twitter zu verbreiten. Die Inhalte bleiben unverständlich oder erscheinen wenig motiviert. Das Commitment gegenüber Twitter fehlt. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich kaum jemand für einen solchen Account interessiert.</li>
<li><strong>Sich selbst keinesfalls ständig in den Mittelpunkt der getwitterten Inhalte stellen</strong><br />
Obwohl „Zwitschern“ auf den ersten Blick inhaltliche Beiläufigkeit begünstigt oder beinahe herausfordert, erweist sich Contentqualität als massiv erfolgsentscheidend. Zunächst sei davor gewarnt, sich selbst permanent in das Zentrum der Tweets zu stellen. Der kommunikative Misserfolg des Clusters Impulsive beweist dies besonders eindrucksvoll. Eigene Emotionen zum Anlass für das Twittern zu nehmen, erhöht fraglos die Authentizität, senkt aber die Relevanz. Mitfühlen können in der Regel nur nahe Freunde und Bekannte.</li>
<li><strong>Der Sinnliche ist erfolgreich</strong><br />
Wer die Sinne anspricht, bietet einfach mehr: Interessante Links zu audio-visuellen Stimuli, z.B. Videos oder Blogbeiträgen oder Websites usw. sind offenbar nicht nur „nice“. Wer sich als Privatperson dieser Chancen kompetent bedient, generiert Follower. Ein gutes Beispiel ist der Repeater. Diese Accounts stellen vergleichsweise komplizierte Gestalten aus Links, Zitaten (Re-Tweets), Schlagworten (Hashtags) und persönlich adressierten Nachrichten dar (@Tweets). Twitterer sollten folglich die multiplen Möglichkeiten von Twitter unbedingt ausnutzen.</li>
<li><strong>Kaum Output ohne Input</strong><br />
Natürlich kann man, so man z.B. die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist, Substanzielles twittern ohne auch nur einem einzigen Twitterer selbst zu folgen. Anraten können wir dies jedoch weder Privatpersonen noch Unternehmen. Man bleibt auf diese Weise „vor den Toren“ von Twitter und nutzt den Dienst als Kanal in welchem man „verkündigt“. Diese Haltung ist besonders beim Promotor zu beobachten. Dieser will gewissermaßen Gehör finden, ohne jedoch selbst zuzuhören. Viel zu häufig muten diese Accounts leblos und unauthentisch an. Die hohe Followerzahl dieses Clusters, die sich auch durch Verwendung des Median als Mittelwert nicht „korrigieren“ lässt, ist entweder „erkauft“ oder einzig und allein der Offline-Reputation geschuldet. Das Promoten ist kein Erfolgskonzept. Als Beispiel sei der Vergleich von „raiffeisen_at“ und der (mittlerweile hoch dekorierten) „raibalustenau“ empfohlen.</li>
<li><strong>Special Interest ist eine mögliche, aber keine optimale Strategie</strong><br />
Das Angebot von News zu inhaltlich eng abgegrenzten Themenfeldern war, ist und bleibt eine Einstiegsoption in neue Medien. (Man liest den „Feuerwehrblog“ nicht wegen des Blog-Charakters, sondern wegen des Themas Feuerwehr.) Der Mono-Thematiker ist auf Twitter, gemessen in Followern, durchaus nicht unerfolgreich, weil er Gleichgesinnte um sich schart. Er nutzt aber die Potenziale von Twitter nur suboptimal.</li>
<li><strong>Auf Nachvollziehbarkeit der Inhalte achten</strong><br />
Die sukzessive Verbesserung der durchschnittlichen Followerzahl, die sich im Übergang von Impulsiven über Chronisten hin zu RealTimern ergibt, deutet auf einen Erfolgsfaktor hin: Je verständlicher der Content, desto höher die Relevanz. Chronisten berichten mitunter minutiös über das eigene Tun. Dieses erschließt sich Dritten immerhin leichter als das eigene Fühlen. Noch erfolgreicher ist der Übergang zum RealTimer. Er stellt Alltagsbeobachtungen in den Mittelpunkt der Tweets. Dinge also, die für Dritte ebenfalls beobachtbar wären und somit einen höheren Grad an Objektivität in sich tragen.</li>
<li><strong>Nur wen man greifen kann, kann man auch umarmen</strong><br />
Die Verbindung von inhaltlichen Themen und persönlichen Bemerkungen, Erlebnissen und Erfahrungen ohne thematischen Bezug lässt eine Persönlichkeit hinter den Tweets erkennen, zu der Nähe aufgebaut werden kann. Aus der Kombination von erkennbarer Persönlichkeit und erkennbarem inhaltlichen Profil und Vernetzung relevanter Inhalte entsteht in der Regel ein verfolgenswerter Account. (So kann „sozialer Kitt“ entstehen, der das Social Web insgesamt zusammenhält.)</li>
<li><strong>Unternehmensmarken müssen auch auf Twitter Personality erkennen lassen</strong><br />
Während Mittelständler einen Twitterer aus ihrem eigenen Mitarbeiterstab „benennen“ können, stellt sich die Lage für Großunternehmen komplexer dar: Fraglos müsste ein Team dahinter stehen. Die Konzeption der „Handschrift“ auf Twitter muss Persönlichkeit erkennen lassen. Diese Forderung ist nicht ohne Brisanz, weil @ Tweets Vernetzungen aufdecken können oder Bekenntnisse darstellen, Hashtags (#) mehr als nur das eigene unlängst gelaunchte Produkt sein müssen, Links keinesfalls<br />
permanent auf das eigene Webportal gehen dürfen usw..</li>
<li><strong>Die Heritage der Marke ist ein Segen und kein Fluch</strong><br />
Obwohl ein zu enger thematischer Fokus die Relevanz beschränkt, sollte die Unternehmensmarke aus ihrer „Lebenswelt“ heraus agieren, um hinreichend glaubwürdig zu sein. Wer sich für Reisen, Handy oder Geldanlage a priori nicht interessiert, wird als Follower auch anders nicht zu gewinnen sein.</li>
<li><strong>Kein Auto-Follow-Accounts</strong><br />
Die Nutzung von Auto-Follow-Accounts sollte semi-professionellen Blendern überlassen werden. Automatische Erhöhung der eigenen Follower-Zahlen mit SEO-Strategien (z.B. gezieltes Verfolgen von Auto-Follow-Accounts) erhöht vielleicht die Sichtbarkeit in Rankings, erzeugt aber keine relevanten Accounts und nährt den Eindruck von Spam-Content. Dies sollte sich keine sorgsam aufgeladene und wohl positionierte Marke leisten.</li>
</ol>
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		<title>re:publica 2010</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/04/23/republica-2010/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 16:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Trump</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>

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		<description><![CDATA[Konferenzberichterstattung heute geht eigentlich ganz einfach. Man verlinkt den YouTube-Channel der Veranstaltung und sagt: Schaut Euch die Vorträge doch einfach selber an. Oder guckt bei Flickr vorbei. Oder bei Twitter. Oder bei Facebook. Oder in der Blogosphäre. 
Annalena Schillers &#8220;Graphic Recording&#8221; des Keynote von Peter Glaser

Was mir persönlich an der re:publica gefällt, sind die vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konferenzberichterstattung heute geht eigentlich ganz einfach. Man verlinkt den YouTube-Channel der Veranstaltung und sagt: <a href="http://www.youtube.com/user/republica2010">Schaut Euch die Vorträge doch einfach selber an</a>. Oder guckt bei <a href="http://www.flickr.com/search/?q=re%3Apublica&amp;w=all">Flickr </a>vorbei. Oder bei <a href="http://twitter.com/#search?q=%23rp10">Twitter</a>. Oder bei <a href="http://www.facebook.com/republica2010">Facebook</a>. Oder in der <a href="http://www.google.de/#hl=de&amp;q=re%3Apublica&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbo=u&amp;tbs=blg:1&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wb&amp;fp=89e625a61f97cdc6">Blogosphäre</a>.<a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/4537811886_4067c1cbc3.jpg"> </a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/4537811886_4067c1cbc3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-525" title="4537811886_4067c1cbc3" src="http://www.result-blog.de/wp-content/uploads/2010/04/4537811886_4067c1cbc3.jpg" alt="" width="500" height="337" /></a><a href="http://annalenaschiller.com/">Annalena Schillers</a> &#8220;Graphic Recording&#8221; des Keynote von Peter Glaser</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-522"></span></p>
<p>Was mir persönlich an der re:publica gefällt, sind die vielen Facetten des internetbedingten Medienwandels, die thematisiert werden:</p>
<ul>
<li>Jeff Jarvis fragt, ob es heute nicht vielmehr darum geht, den Wert des Öffentlichen zu verteidigen, als den Wert des Privaten.</li>
<li>Peter Glaser meint, das Internet sei eine Maschine, die Unordnung zurück in die Welt zu tragen.</li>
<li>MTV-Netwokrs sagt, dass es heute nicht mehr darum geht, den Zuschauer zum Sender, sondern den Sender zum Zuschauer zu bewegen.</li>
<li>Matthias Spielkamp diskutiert, dass es beim Leistungsschutzrecht nicht darum gehen sollte, Verlage zu retten, sondern den Journalismus.</li>
<li>IBM sagt, dass es nicht mehr darum geht, zu fragen, ob Mitarbeiter Social Media verwenden, sie tun es eh, die Frage ist, wie man als Unternehmen damit umgeht.</li>
<li>Sebastian Deterding beschreibt, dass das Netz gar nicht so dezentral ist, wie man immer behauptet.</li>
<li>Tim Wu beschreibt, dass das mit der Filmindustrie früher ähnlich war und wozu das führen kann.</li>
<li>Das Slow-Media-Manifest entdeckt den Wert der Achtsamkeit im schnellen Strom der Informationen im Netz.</li>
<li>Peter Sunde zeigt einen Weg, nicht nur Anerkennung, sondern auch Geld im Netz zu verteilen.</li>
<li>Götz Werner sagt, dass man nicht Geld für Arbeit bekommt, sondern dass man Geld benötigt, um arbeiten zu können.</li>
<li>Die Twitterlesung zeigt, dass Twitter nicht nur belanglos, sondern poetisch und unterhaltsam ist.</li>
<li>Felix Schwenzel sagt, dass Klagen über das Internet eigentlich Klagen über die Welt sind.</li>
<li>Peter Kruse sagt, dass es bei den Diskussionen um das Internet eigentlich um eine Diskussion um Werte geht.</li>
<li>Bre Pettis zeigt einen Automaten, mit dem man nicht nur Daten, sondern  auch Gegenstände durch das Netz verteilen kann.</li>
</ul>
<p>Und so weiter und so fort.</p>
<p>Aber, <a href="http://mondkroete.soup.io/post/54102861/Die-Audio-Aufnahmen-der-re-publica-2010">hören Sie doch einfach selbst</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Business-Kasper – Sind Sie schon auf Entzug?</title>
		<link>http://www.result-blog.de/2010/04/20/business-kasper-%e2%80%93-sind-sie-schon-auf-entzug/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Madlener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[business kasper]]></category>
		<category><![CDATA[flugverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das ist ja gleich viel weiter und teurer! Da sind Sie ja auch geich viel wichtiger!“

Seit ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe, muss ich mich immer mal wieder daran erinnern – Dienstreisen kreuz und quer durch die Republik, zu furchtbar wichtigen Terminen und Meetings&#8230;
Dieser Tage sind so also alle schon fast ein bisschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das ist ja gleich viel weiter und teurer! Da sind Sie ja auch geich viel wichtiger!“</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Tbj-QKYNKcI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/Tbj-QKYNKcI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Seit ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe, muss ich mich immer mal wieder daran erinnern – Dienstreisen kreuz und quer durch die Republik, zu furchtbar wichtigen Terminen und Meetings&#8230;<br />
Dieser Tage sind so also alle schon fast ein bisschen auf Entzug und lernen z.T. ganz neue Seiten ihres Jobs kennen – das eigene Büro und die Mitarbeiter <img src='http://www.result-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber Entwarnung ist in Sicht, die ersten Flieger starten langsam wieder und alles geht schon bald wieder seinen gewohnten Gang!</p>
]]></content:encoded>
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