Monatsarchiv für August 2009

Wie im Netz aus “Vodafone” im Handumdrehen “Vodafail” werden kann

Mittwoch, den 12. August 2009 - von Thilo Trump

Vor kurzem konnte man man im Internet einen Web2.0-PR-Rohrkrepierer verfolgen, der gut aufzeigt, dass klassische Werbewelt und “Dann-machen-wir-jetzt-eben-auch-mal-Web-2.0″ so einfach nicht zusammengehen.

Vodafone hat die Kampagne “Es ist deine Zeit” gestartet, bei der es um die “Generartion Upload” geht: Nutzer, die das Web aktiv und mobil verwenden, von überall aus mobil bloggen, twittern, flickrn etc. – echte Web2.0-Nutzer eben. Die (von Scholz&Friends konzipierte) Kampagne ist eine klassische deutschlandweite Cross-Media-Kampagne inklusive Außenwerbung und TV-Spot (in dem auch einige bekannte Namen aus dem deutschen Web 2.0 auftreten, u.a. Sascha Lobo als prominentestes Gesicht Frisur). Und weil es um be- und umworbene Web2.0-Nutzer geht, gibt es neben einer Microsite natürlich auch die Web2.0-Angebote, die heute so dazu gehören  (Blog, Twitter etc.).

Damit aber geriet das Ganze schnell (gemeinsam mit den teilweise recht unbedarften Protagonisten des Spots) in die Mühlen des Social Web, denn es ist passiert, was dort passieren muss, wenn man Web2.0 nur simuliert und nicht lebt.

Vodafone war vorher schon in der Netzwelt in der Kritik, da das Unternehmen beim Thema “Access Blocking” ganz vorne in der “Koalition der Willigen” mitgespielt hat und das umstrittene und zweifelhafte Netzsperren-Projekt von Ursula von der Laien unterstützt hat. Wenig überraschenderweise kam dieses Thema auch auf der PK zum Kampagnenstart zur Sprache und die Reaktion von Vodafone war denkbar dürftig und auch alles andere als Web2.0:

Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.

Nach dieser Basta-Reaktion, mit der Vodafone das Thema einseitig kurzerhand für erledigt erklärt hat (anstatt die vorgetragene Kritik irgendwie aufzunehmen und damit zu zeigen, dass man die gerade noch umworbene “Generation Upload” auch jenseits von Großplakten ernst nimmt) geriet das Projekt im Netz endgültig in schlechtes Fahrwasser. Da haben auch die  Reaktionen der Macher, unglücklicherweise zwischen den Stühlen Auftraggeber und Web2.0 sitzend und folglich halbherzig, wenig genutzt,  so dass das Echo im Netz verheerend wurde. “Sauerei” und “Peinlich” waren da noch eher harmlosere Ausdrücke, Kündigungsaufforderungen an der Tagesordnung.

Web 2.0 bedeutet eben nicht, ein Blog zu eröffnen und dann aber doch wieder alles so zu tun wie früher in den Massenmedien.

Das zeigt auch ganz gut die Reaktion auf den ungelenken aber doch an sich eher harmlosen Blogbeitrag  “Twittermoms” von Ute Hamelmann im Vodafone-Blog (die auch als “Web2.0-Prominenz” in der Kampagne aufgetaucht ist). Dort hat sie – scheinbar als Privatperson – aus heiterm Himmel ein Handy gelobt und hat es in den Kommentaren von einem bereits aufgebrachtem Web2.0-Mob dann so um die Ohren bekommen, dass sie jetzt gar nicht mehr mag mit dem bösen Web2.0. Und sie wurde, das kann man wohl nicht anders sagen, dabei ganz schön im Regen stehen gelassen.

Jetzt kann man natürlich sagen: Schade für Frau Hamelmann (es kann leider nicht jeder das titanische Selbstbewusstsein eines Sascha Lobo haben), aber was juckt es eine große und renomierte Marke wie Vodafone, was in den Kommentaren im Vodafoneblog steht und ob Ute Hamelmann nun bloggt oder nicht, so lange die Zahl der verbandsmäßig organisierten Kanuten die Anzahl der Twitterer in Deutschland noch übersteigt.

Andererseits aber hat es diese Medlung bis auf Spiegel Online, Süddeutsche.de und FAZ.net geschafft und lag kurzzeitig auf Platz 4 der Google-Suchergebnisse unter “Vodafone”.

Und es wäre ja gar nicht so schwer gewesen, das alles anders zu machen. Udo Vetter beschreibt, wie man es hätte besser machen können. Und Klaus Eck natürlich auch.


Messeblog zur Research & Results 2009

Mittwoch, den 12. August 2009 - von Janine Anyiam

Am 28. und 29. Oktober 2009 findet die diesjährige Marktfor-schungsmesse, Research & Results, in München statt. Wir wer-den zum zweiten Mal mit einem Messestand in Halle 1 Stand 219 dabei sein.

Die Organisation steht seit einigen Wochen ganz oben auf mei-ner Prioritätenliste – neben Flügen, Häppchen und Co. müssen in erster Linie interessante Messethemen und ein plakativer Slogan gefunden werden. Einige Meetings sind bereits verstri-chen, der Projektplan einige Male angepasst worden. Jetzt kann man von vielen guten Ideen sprechen, die es heißt auszuarbei-ten und in eine schöne Form zu bringen.

Eins steht bereits fest, das Thema Medienkonvergenz wird zent-rales Thema auf dem diesjährigen Messestand der result sein. Es bleibt spannend und ich werde in nächster Zeit häufiger über die Fortschritte der Messeorganisation und auch ausführlicher über einige Themen berichten.

Hier der result-Messestand im letzen Jahr:

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open door erstmalig im Einsatz

Mittwoch, den 12. August 2009 - von Dirk Middeldorf

Unsere neue Intranet-Software open door ist seit dem 1. August erstmalig im Einsatz. Das Kölner Dialogcenter 3C DIALOG sowie alle anderen Unternehmen des result-Konzerns nutzen die Software für ihr gesamtes Intranetangebot – sowohl in der Projekt- als auch in der internen Unternehmenskommunikation.

Mit der Software open door reagiert result auf die gewachsenen Anforderungen in der Mitarbeiter- und Kundenkommunikation. Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern ein modernes Informations- und Kommunikationssystem zur Verfügung stellen, um erfolgreich zu bleiben. Die Mitarbeiter werden dadurch besser informiert, können sich an Prozessen und Entwicklungen beteiligen und so wertvolle Beiträge zum Unternehmenserfolg leisten.

open door setzt auf eine intelligente Informationsverteilung über Personalisierung und Web 2.0-Technologie. Kern sind Infobereiche, die sich kategorisieren lassen und kommentiert werden können. Die Infobereiche werden Nutzergruppen zugeordnet, sodass jeder die Information bekommt, die er braucht.

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