Monatsarchiv für September 2008

Twittern im Büro mit Yammer

Freitag, den 26. September 2008 - von Dirk Middeldorf

Yammer ist ein neuer Onlinedienst, der das Twittern auf Firmen überträgt und durch Instant-Messaging-Features ersetzt.

Instant Messaging ist so etwas wie SMS am Bildschirm, man kann sich kurze Nachrichten schicken, Gespräche führen und sieht zusätzlich, wer gerade online ist. Die Technik gibt es schon sehr lange und wurde bislang vor allem von Jugendlichen genutzt. In der letzten Zeit setzen immer mehr Unternehmen Chats als Alternative zu E-Mail und Telefon für eine effektive Echtzeitkommunikation ein. Auch Konferenzen, Videoübertragungen, Telefonie und Dateiübertragungen sind möglich.

Twitter ist so etwas wie öffentliches SMS-Schreiben. Die SMS, die man verschickt, landen nicht bei einem konkreten Empfänger, sondern gehen an die Allgemeinheit. Das Besondere ist, dass man einzelne Nutzer gezielt “followen” (verfolgen) kann, deren Nachrichten man dann auf einer Internetseite gesammelt dargestellt bekommt. So erstellt sich jeder Nutzer sein eigenes Twitter-Portal. Dort werden dann, wie in einem Nachrichtenticker, alle Nachrichten der Personen, denen man folgt, in Echtzeit chronologisch dargestellt. Darüber hinaus kann man in die einzelnen Nachrichten einfach Links zu anderen Webseiten oder Fotos und Videos einbinden.

Man ist also ständig darüber informiert, was die anderen aus der Twitter-Community gerade so machen. Der Kollege Trump hat hierzu einen schönen Artikel geschrieben.

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Tweetosphäre

Dienstag, den 16. September 2008 - von Thilo Trump

Eines der faszinierendsten Dinge am Internet ist, dass es zugleich Individual- und Massenkommunikationsmedium ist.

Bei der Nutzung dieser Möglichkeiten verläuft ein Graben zwischen denen, die das Netz lediglich als komfortables Massenmedium ohne Sendezeiten verstehen und denen, die öffentlich über das Netz kommunizieren. Dieser Graben trägt den Namen “Und-warum-soll-ich-das-tun?”, denn zweifellos ist das die Standardreaktion auf die erste Konfrontation mit Facebook, Twitter und den ganzen anderen Möglichkeiten des Web 2.0. (Könnte man auf Standarderwiderungen wetten, wäre ich mittlerweile reich.)

Eine gute Antwort auf die Frage, warum man Twitter u.ä. nutzt, ist: Es entsteht ein dynamisches Netzwerk aus Weak Ties.

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