Monatsarchiv für Juni 2008

Deutscher Multimedia Kongress 2008

Montag, den 16. Juni 2008 - von Dirk Middeldorf

Morgen früh fahre ich mit dem Zug in unsere geliebte Hauptstadt. In der Landesvertretung Baden-Württemberg am Tiergarten findet der Deutsche Multimedia Kongress 2008 statt. Am Dienstag bin ich zuerst in einem Workshop zum Thema Intranet 2.0. Vier Referenten werden das Thema von vielen Seiten beleuchten, und ich will hoffen, dass man hier nicht, wie so oft, wenn von Intranet 2.0 die Rede ist, beim Wiki stehen bleibt.

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Am Mittwoch hält David Weinberger, einer der Cluetrain-Manifest-Autoren, eine Keynote zum Thema “The End of Information: Business in the Age of Connection”. Das wird bestimmt interessant. Danach nehmen dann in zwei Foren die Themen Mobile und Bewegtbild einen großen Raum ein, was ich gut finde, denn das sind ganz eindeutig derzeit die wichtigsten Themen im Netz.

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BVM-Kongress 2008

Montag, den 16. Juni 2008 - von Thilo Trump

Angesichts der Tatsache, dass alles, was man ins Internet schreibt, auf ewig auffindbar sein wird, sollten eine Woche Verzug, während der ich nicht dazu gekommen bin, etwas über den BVM-Kongress zu schreiben, nicht allzusehr ins Gewicht fallen. (Wäre es uns ums zeitnahe Berichten gegangen, hätten wir ja eh nichts so Lahmes wie unser Blog nutzen dürfen, sondern twittern oder qiken müssen.)

Der zeitliche Abstand zum Ereignis hat zudem den Vorteil, dass die Erlebnisse sich verdichten zu zentralen Erinnerungen, die da wären:

… eine große inhaltliche Breite der Beiträge – vom (unvermeidlichen) Neuromarketing bis hin zum Longtail

… ein japanischer Professor, dessen Laboraffen lieber YouTube gucken anstatt Erdnüsse zu essen und der statt der Verheißung, der Hirnscanner würde demnächst alle Probleme der Marktforschung lösen, saubere Schlüsse aus der Grundlagenforschung zieht (z.B., dass wesentliche Teile von Entscheidungsprozessen unbewusst verlaufen)

… einige Vorträge, die mich wieder an die Uni zurückversetzt haben. Und das meine ich positiv. Wann hat man sonst noch einmal Gelegenheit, einen wissenschaftlich sauberen Vortrag über die Psychologie der “Base Rate Fallacy” und ihre Auswirkungen auf das Entstehen von Themen im Web 2.0 zu hören?

… eine in einigen Vorträgen erkennbare frappante Passung zwischen gewählter Methode/Design und den Wunschergebnissen der Auftraggeber

… ein extrem unterhaltsamer Vortrag von Stephan Grünewald mit einigen extrem steilen Thesen (“Die Siebzigjährigen sind ja alle im Internet”, “Für die Jugendlichen sind Handys ja mittlerweile uninteressant”)

… ein Vortrag über Webmonitoring (von Prof. Fank), bei dem man den Eindruck hatte, dass er wirklich weiß, worüber er spricht und glaubhaft auch auf die Probleme und Grenzen dieser Methode eingeht, anstatt Schlagworte zu verbreiten und zum hundertsten mal die Paradebeispiele aus der englischsprachigen Webwelt zu wiederholen (Menthos und Coca Cola! Kryptonite! iPhone! Nike!)

… das Bewusstsein, auf der selben Bühne vorgetragen zu haben, auf der demnächst Alanis Morissette klampfen wird

… der feste Vorsatz, den nächten Vortrag nicht mit klebender Zunge zu beenden. Auch wenn das bedeutet, eine Pause zu machen, um vor Publikum demonstrativ eine Wasserflasche zu entkapseln.

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Videos live mit dem Mobiltelefon streamen

Donnerstag, den 12. Juni 2008 - von Dirk Middeldorf

Twitter verbreitet sich weiterhin rasend schnell. Wusste man am Anfang noch nicht, was man mit dem Dienst so recht anfangen sollte, zeigt sich jetzt, dass das Microblogging-Tool fürs Realtime-Publishing die Killerapplikation schlechthin ist.

Mit Twitter kann man kurze Textnachrichten – so lang wie eine SMS – im Internet veröffentlichen. “What you are doing?” lautet die schlichte Aufforderung auf twitter.com. Hat man sich mit einer ordentlichen Anzahl sog. Follower vernetzt, kann man diese ständig in Kurzform über das informieren, was man gerade tut. Der Reiz liegt v.a. in der reibungslosen Mobile-Integration. So kann man etwa direkt von einem Kongress aus mit dem Handy ins Netz berichten.

Immer häufiger werden in den Twitter-Feeds in der letzten Zeit auch Bilder über den Dienst twitpic.com veröffentlicht. Während man die Bilder hier noch vom Handy aus die Bilder an eine E-Mail-Adresse verschickt, von wo aus die Bilder auf die Twitpic-Seite und von da aus automatisch in den Twitter-Feed gepostet werden, beeindruckt qik.com jetzt mit der denkbar einfachsten Art des Live-Videostreamings über das Mobiltelefon.

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