Monatsarchiv für Juni 2008

Triple Play – die Zukunft der multimedialen Kommunikation

Mittwoch, den 25. Juni 2008 - von Jens-Peter Hilger

Als Triple Play (die Bündelung von Telefonie, Internet und TV/Video) bzw. Quadruple Play (Triple Play + Mobile) vor knapp zwei Jahren auf dem deutschen Markt eingeführt wurde, war noch nicht absehbar, ob es sich um einen kurzfristigen Hype oder eine nachhaltige Entwicklung handeln würde. Die Quartalszahlen der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia sprechen jetzt eine deutliche Sprache. Triple Play entwickelt sich zunehmend zum Wachstumsmotor der Branche – und auch die großen Telekommunikationsunternehmen Telekom, Arcor und Alice (HanseNet) versuchen, sich ihren Teil vom „Breitbandkuchen“ zu sichern.

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Interessantes und nicht so Interessantes auf dem DMMK

Dienstag, den 24. Juni 2008 - von Dirk Middeldorf

Letzte Woche war ich auf dem Deutschen Multimediakongress (DMMK) in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Los ging es mit einem Workshop zum Thema “Intranet 2.0″.

In fünf Referaten wurde über moderne Kommunikationskonzepte in Unternehmen berichtet und diskutiert. Während viele in Wikis ein Allheilmittel sehen, meinte Peter Schütt von IBM, Wikis seien eigentlich nur für zwei Aufgaben geeignet: zeitlose Information und kollaborativ erstellte Dokumente wie zum Beispiel Ausschreibungsunterlagen. Der Grund sei, dass in Wikis die Einstellzeit nicht sichtbar ist und man daher nicht zwischen alten und neuen Inhalten unterscheiden könnte. Blogs seien für die meisten Anlässe, in denen Wikis verwendet werden, viel sinnvoller – zum Beispiel in der Projektarbeit.

Auch wurde deutlich, dass Software-Produkte wie zum Beispiel Microsoft Open Office (Share Point) oder SAP, meist viel schlechter geeignet sind als freie Open-Source-Lösungen, wie man es aus der privaten Nutzung gewöhnt ist. Überhaupt werden private Nutzungsmuster immer wichtiger, gesprochen wurde vom “digitalen Lifestyle”, den die nachwachsenden Arbeitnehmergenerationen gewohnt sind und diesen auch im Unternehmen leben wollen.

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Alles. Überall. Jederzeit.

Donnerstag, den 19. Juni 2008 - von Thilo Trump

“Stell dir vor, es gibt ein Kino, das jeden Film, der jemals gemacht wurde zeigt. Jederzeit.”

Das ist eines meiner Lieblingsbilder, wenn es darum geht, zu veranschaulichen, dass dieses Internet nicht bloß so etwas ist wie eine neumodische Telefonanlage, sondern ein unglaubliches Etwas, das unsere Medien und damit unsere Welt verändert wie nichts anderes.

Die britische BBC plant derzeit – um im oben beschriebenen Bild zu bleiben – ihre kompletten 80 Jahre Fernsehgeschichte online verfügbar zu machen. Das bedeutet nichts anderes, als dass man dann überall auf der Welt jederzeit jede Sendung, die jemals von der BBC ausgestrahlt wurde, sofort ansehen kann. Und weil das Internet das ist, was man Web 2.0 nennt, kann jedermann jederzeit die BBC-Beiträge wiederveröffentlichen, kommentieren und – weil die BBC so gescheit ist, sie unter Creative Commons zu veröffentlichen – verändern, neu zusammenschneiden, sprich: remixen und wiederum überall auf der Welt jedermann und jederzeit verfügbar machen, und das für immer und ewig.

Telefonieren kann man mit dem Internet unter anderem aber natürlich auch.

P.S.: Die Times kommt auf schlappe 200 Jahre und hat sie jetzt schon online.