Monatsarchiv für Mai 2008

Die Zukunft des Journalismus im Web

Dienstag, den 27. Mai 2008 - von Thilo Trump

Über den teilweise recht unterhaltsamen Schaukampf Journalisten vs. Blogger um den sog. Onlinequalitätsjournalismus hinaus stellt sich die Frage, wie sich der Journalismus ändern wird, wenn im Netz jederzeit jedermann veröffentlichen und verlinken kann.

Allerbeste Gelegenheit und allerhöchste Zeit auch hier einmal den ganz und gar hervorragenden Elektrischen Reporter zu verlinken. Jeff Jarvis spricht in Folge 47 dort wort- und gestenreich über die Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter. Jarvis ist amerikanischer Journalist, hat um die Ereignisse des 11. September 2001 herum angefangen zu bloggen und seitdem nicht mehr aufgehört. Eine seiner Kernthesen ist, dass Medienanbieter sich im Internet möglichst weit vernetzen und integrieren müssen, damit ihre Inhalte gefunden und weitergetragen werden können.

Wie das konkret für eine große Zeitung aussehen könnte, jenseits von spiegelnden Verlagshochhäusern in Second Life, überlegt sich derzeit die NewYorkTimes.

Dieses “Fernsehen” – auch nur eine Blase?

Mittwoch, den 21. Mai 2008 - von Thilo Trump

Die neue Medienwunderwelt des Web 2.0 wird ja gerne an den etablierten klassischen Medien gemessen. Max bei Spreeblick hat den Spieß einfach mal rumgedreht: Was wäre eigentlich, wenn das Fernsehen gerade erst erfunden worden wäre? Dort kann man so hübsche Sätze lesen wie:

“Über TV sind einige Inhalte wie Filme oder Serien verfügbar, die sonst nur über (teils kostenpflichtige) Dienste wie iTunes oder BitTorrent zu genießen sind. Leider schlägt auch hier eine unschöne Einschränkung des Dienstes erbarmungslos zu, denn grundsätzlich hat man keinen Einfluß darauf, welche Inhalte gestreamt werden. Ob zu dem Zeitpunkt, zu dem man TV nutzen möchte, tatsächlich interessante Inhalte verfügbar sind, ist reine Glückssache.”

So war’s auf der Next 08

Montag, den 19. Mai 2008 - von Dirk Middeldorf

Am Donnerstag war die Next 08 im Museum Prototyp in der Hamburger Hafencity. Mein Kollege Marius, mit dem ich zusammen unsere Intranet-2.0-Software open door entwickle, und ich waren das erste Mal dort.

next08_1.jpg

In vier Panels haben eine Menge Vorträge und Diskussionen zu den Themen Enterprise, Marketing, Mobile und Media 2.0 stattgefunden. Zuerst war ich etwas von der Fülle erschlagen und hatte den Eindruck, viel Interessantes und Neues ist da nicht bei rumgekommen. Zu viele Redner haben das Forum für reine Unternehmenspräsentationen genutzt. Mit etwas Abstand war dann aber doch einiges Interessantes dabei:

Matthias Schrader hat in seiner Eröffnungsrede sehr unprätentiös die seit über 150 Jahren bestehende Funktionsweise des Werbemarkts als beendet erklärt. Grund ist natürlich die direkte Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden im Web 2.0. Damit hat er sehr schön das Thema vorangestellt, das über allen folgenden Vorträgen und Diskussionen schwebte.

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